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Dem Grusel auf der Spur: die Müllers und Halloween.

31. Oct. 2011 von Anke Strunz  

Teelicht- Halloween

„Da draußen, da rollt die Horrorwalze“ betitelte 2002 Die Zeit einen Beitrag zum Thema Halloween. Heute, fast ein Jahrzehnt später scheint das Gruseltreiben am Vorabend zu Allerheiligen als jährliche Verkleidungsarie in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Wirklich? Werfen wir doch mal einen Blick in das Müllersche Wohnzimmer: Finden wir auch dort einen beleuchteten Kürbis und künstliche Spinnenweben?

Wie die meisten Rheinländer (66%Resuma, 2009) finden auch die Müllers Halloween ganz in Ordnung. Ob das an der oft zitierten „Offenheit der Rheinländer“ liegt oder an der thematischen Nähe zum Karneval lässt sich nicht endgültig klären.
Woher der Brauch des sich gruselig Verkleidens kommt, wissen Thomas, Sabine und Jan nicht so genau. Wie 66% der Deutschen würden sie es am ehesten für eine kommerzielle Erfindung des Handels halten (Resuma, 2009). Dabei findet das Fest seinen Ursprung in alten irischen Bräuchen. Ausgewandert nach Amerika, kam das große Spuken erst Anfang der 90er nach Deutschland.

Ob Import oder europäischer Re-Import, der Handel hat Halloween jedenfalls fest ins Herz geschlossen. Mit geschätzten 200 Millionen Umsatz in diesem Jahr (Prognose laut Jan Großmann, Marktjagd) ist das Gruselfest bereits das drittgrößte Saisonalgeschäft nach Weihnachten und Ostern. Vor allem Süßwarenartikler profitieren vom Boom.

Auch Claudia Müller hat neben ein paar herbstlichen Kürbis-Dekorationen viele Süßigkeiten für den 31.10. eingekauft. Neben den obligatorischen salzigen Snacks und der Vollmilchschokolade, die Müllers immer zum Knabbern vorrätig haben, findet sich nun auch eine bunte Auswahl an Bonbons und Täfelchen. Doch die sind primär nicht für Claudia, Thomas und Jan – sondern für die Kinder, die heute Abend wieder an der Türen klingeln und „Süßes, sonst gibt’s Saures“ rufen.

Bis vor ein paar Jahren ist auch Jan mit Freunden durch die Straßen gezogen. Mit 18 ist er allerdings seiner Meinung nach viel zu alt dafür. Heute freut er sich stattdessen auf die Halloweenparty mit Freunden. Schließlich ist am 1.01. Allerheiligen, ein Feiertag in NRW. Da kann er heut noch mal ordentlich feiern.

Doch warum ist Halloween so erfolgreich? Warum geben die Deutschen 200 Millionen für gruselige Kostüme, Kürbisdeko und Süßigkeiten für ein Fest aus, das hierzulande noch bis vor 20 Jahren völlig unbekannt war? Glaubt man Prof. Gunther Hirschfelder von der Universität Regensburg verbirgt sich dahinter eine gesamt-gesellschaftliche Sehnsucht nach neuen Bräuchen. Der Mensch als soziales Wesen sehnt sich nach festen Ankern im Kalender. Mit dem Verlust christlicher Feiertage und Riten und der fortschreitenden Globalisierung sämtlicher Lebensbereiche erfüllen heute zunehmend Sportevents, Valentinstag oder eben Halloween den Wunsch nach wiederkehrenden und struktur-gebenden Ereignissen. Ein Vorteil von Halloween ist dabei laut Hirschfelder die klare Symbolik des Festes: der pralle Kürbis. Als “Markenzeichen” ist der Kürbis einfach und schnell erfassbar, zudem entspricht die Symbolik der gesellschaftlichen Entwicklung: jahreszeitlich und nicht sakral.

Wir lernen also: Die Müllers sind, wie alle Menschen, Gewohnheitstiere. Sie mögen feste Daten im Kalender, auf die sie sich freuen können. Vor dem Hintergrund ihrer abnehmenden Religiosität kommt ihnen Halloween gang recht: passt zur Jahreszeit, gliedert sich hervorragend in die Feste-freie Zeit zwischen Ostern und Weihnachten ein und bring zudem auch noch eine Menge Spaß!

Wir wünschen den Müllers ein schaurig-schönes Halloween.
Interview mit Prof.Gunther Hirschfelder auf Stern online, 28.10.2011.

WM-Trauer bei den Müllers

Gesprächsthema Nummer 1 bei Thomas auf der Arbeit war heute Morgen die 0:1-Niederlage der deutschen Frauen-Elf gegen Japan am vergangenen Samstag. Wie 16,59 Millionen Deutsche haben auch die Müllers das Spiel auf ZDF (Marktanteil 59,3%) verfolgt. Mit Schnittchen vorm Fernseher (nur wie 37% der Deutschen entscheiden sich für Public Viewing, meinestadt.de) haben sie in der Verlängerung mitgefiebert und auf einen Ausgleichstreffer in letzter Minute gehofft. Und dann die große Enttäuschung! Niederlage im Viertelfinale! Wie die Mehrheit der Deutschen hatten die Müllers fest damit gerechnet, dass die Deutsche Frauen-Nationalmannschaft den Weltmeistertitel zum dritten Mal in Folge holt (marktagenten.com). Das Finale der Frauen am 17.Juli werden Sie sich vermutlich dennoch anschauen.

Frohe Ostern!

21. Apr. 2011 von Tim  

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Was an Ostern gefeiert wird? Das wissen die Müllers wie auch 83% der Deutschen selbstverständlich genau – Natürlich die Auferstehung Jesu Christi.

Das Fest steht für die Familie Müller allerdings vor allem im Zeichen der Familie. In den Urlaub geht es zwar, wie auch für 86% der Deutschen, in diesem Jahr nicht. Aber dennoch haben Claudia und Thomas genau wie 54% der Deutschen die feste Absicht die Feiertage dazu zu nutzen, sich gemeinsam vom stressigen Alltag zu erholen – Vielleicht bei einem langen Spaziergang oder einer Radtour durch die Felder.

Wie ein Großteil der Deutschen essen auch die Müllers am Karfreitag kein Fleisch sondern greifen traditionell zu Fisch. Ihr Top-Favorit bei der Fischauswahl ist natürlich des Deutschen liebster Fisch, der Lachs.

Am Ostersonntag geht es aber dennoch nicht in die Kirche. Stattdessen freuen sich vor allem Claudia und Thomas, wie auch 49% der Erwachsenen, auf das gemeinsame Osterfrühstück im kleinen Kreis. Claudia möchte ihrer Familie an diesem Feiertag mit einem außergewöhnlichen Festmahl eine besondere Freude bereiten. Sie hat Glück die Lammkeulen für den Hauptgang noch im nächstgelegenen Supermarkt zu bekommen. Denn die Nachfrage für das besondere Fleisch ist in dieser Woche sieben Mal so groß wie zur restlichen Jahreszeit.

Und natürlich darf auch Schokolade an Ostern nicht fehlen. Neben den Hasenfiguren lieben die Müllers vor allem die kleinen Schokoladen-Eier. Für die geht rund jeder zweite Euro drauf, den sie in der Osterzeit für Süßwaren ausgeben. Eier gibt es bei den Müllers selbstverständlich nicht nur in der Schokoladenausführung – Auch die echten, fröhlich bunten Oster-Eier sind in der Familie heiß begehrt. Obwohl Claudia normalerweise die braunen Eier bevorzugt, greift sie zur Osterzeit zu den weißen. Die Farben sollen schließlich besonders gut herauskommen. Wie 47% der Deutschen färbt Familie Müller die Eier deshalb auch noch selbst und greift dafür klassisch zu Färbetabletten.

Um die österliche Atmosphäre im Rahmen des Familienbesuchs kümmert sich Claudia bereits im Vorfeld. Dekorativ platziert sie wie 44% der Deutschen einen Osterstrauch und besorgt anschließend einen großen Strauß Narzissen. In der Osterzeit sind diese gelb strahlenden Osterglocken Claudias ungeschlagener Favorit unter den Schnittblumen – Direkt nach den Tulpen.

Claudia, Thomas und Jan wünschen frohe und erholsame Feiertage!

Quellen:
forsa Umfrage, 2011
forsa Umfrage, 2009
forsa Umfrage, 2007
Statista.de, Anteil der Personen mit Reiseabsicht zu Ostern, 2008
Statista.de, Umsatzanteile einzelner Süßwarenelemente am Ostersüßwarenmarkt in der Ostersaison, 2008
Statista.de, Durchschnittliche Ausgaben von Eltern zu Ostern, 2009
media control, TV-Sehdauer an Ostern: 51 Min. länger als 2009, 2010
simstore, Kommerz um das Familienfest bereitet auch Unbehagen, 2010
Diese Fische essen die Deutschen zu Ostern, 27.03.2010
Milka Oster-Report, 2004
Landwirtschaftskammer NRW, Lust auf Lamm zu Ostern, 2010
TREND RESEARCH 2010

Die Müllers und die Griechenlandkrise.

Eine Anmerkung vorab: Wir erforschen die Müllers und ihre Einstellungen anhand statistischer Daten. Dabei interessiert uns nicht nur ihr Konsumverhalten, sondern auch was sie zu allgemeinen Themen denken. Folgende Darstellungen entsprechen aktuellen Daten – nicht mehr und nicht weniger. Werfen wir also Licht auf die Frage: Europa in der Krise, was denken die Müllers darüber?

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Das politische Streitthema Griechenland spielt auch im Hause Müller eine große Rolle. Schließlich hören und lesen Claudia und Thomas seit Wochen nichts anderes mehr.

Dass Deutschland Griechenland nun mit einem Milliardenkredit unterstützt, wollen Thomas und Claudia nicht befürworten (57% sagen, dies sei eine schlechte Entscheidung).

Denn auch wenn für Thomas die Griechen an der Krise selbst Schuld sind (59% sehen das so), rette man ja eh wieder nur die Banken (53%  sind nur für Hilfe, wenn sich auch die Banken daran beteiligen).

Die einfachste Lösung wäre, wenn man Griechenland aus der Eurozone ausschließt, findet Thomas (45%). Claudia ist jedoch nicht für solche radikalen Maßnahmen und gehört damit zur leichten Mehrheit (49%).

Denn auch wenn die Milliardenhilfe bestimmt irgendwie die deutsche Wirtschaft beeinträchtigt („eher ja“ sagen 40,1%), ist die akute Gefahr für Claudia und Thomas noch nicht in Sicht (53% sagen, die griechische Schuldenkrise beeinflusst Deutschland „nicht so stark“).

Das erklärt auch, wieso Thomas und Claudia ihren privaten Haushalt, wie schon vor zwei Jahren, mit „befriedigend“ bewerten (39,7%).

Die Griechenlandkrise spielt sich also vorrangig in den Medien ab und hat (noch) keinen direkten Einfluss auf das Verhalten der Müllers.

Am Urlaub werden sie jedenfalls auch in diesem Jahr nicht sparen und wie gewohnt an die deutsche Ostseeküste fahren (Ostsee beliebtestes Reiseziel der Deutschen. Griechenland liegt im Vergleich auf Platz 5).

Quellen: Emnid für N24, Infratest dimap,  ZDF Politbarometer, YouGov 12nach12, TdW 2010 III, ADAC

Alles Gute zum Muttertag!

09. May. 2010 von Tim Kestermann  

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Insgesamt 68% der Deutschen halten den Muttertag für zeitgemäß.

So ist es für Thomas und Jan Ehrensache, sich mit durchschnittlich 25 EUR am Schnittblumenumsatz zu beteiligen, um Claudia eine Freude zu machen (auf mehr als 100 Mio. EUR steigt der Blumenumsatz in der Muttertagswoche).

Doch wichtiger als ein Strauß Blumen sind für Claudia die emotionalen Werte, die ihr ihre zwei Männer geben. So bedeutet für sie Familie in erster Linie gegenseitige Hilfe (84%), Liebe (83%) und Vertrauen (81%).

Jan ist ein Wunschkind, bzw. war es für Claudia und Thomas absolut klar, später einmal Kinder zu haben (77% der Deutschen finden das wichtig bis sehr wichtig). Und sie bereuen es nicht – wie 70% der Deutschen genießen sie ihre Elternrolle.

Dabei zählt sowohl das junge Elternglück als auch das gute Gefühl, im Alter nicht allein zu sein (77% der Männer und 82% der Frauen sagen, die Familie gibt beim Gedanken an das Alter Zuversicht).

Und auch für Jan ist die Familie, Pubertät hin oder her, wichtig zum Glücklichsein (72% der Jugendlichen im Alter von 12-25 bejahen dies).

Dabei übt in der Familie die Mutter den wichtigsten Einfluss auf die Entwicklung aus (zu 48% sind es die Mütter, nur zu 39% die Väter). Das erstaunt nicht, hat Jan als Kind im Durchschnitt pro Tag 3 Stunden mehr mit Claudia als mit Thomas verbracht (mit dem Kind verbrachte Stunden werktags: Mütter 5,1 Std. vs. Väter 2,1 Std.).

Natürlich waren sich auch Thomas und Claudia in der Erziehung nicht immer einig (für 45% der Eltern ist die Kindererziehung ein Streitthema). Doch  in den wichtigsten Punkten herrscht Einvernehmen: Jan soll höflich sein und sich gut benehmen (88%), Arbeit ordentlich und gewissenhaft tun (76%), durchsetzungsfähig sein und vielseitige Bildung erfahren (jeweils 74%).

Auch wenn Jan das nicht immer passt – besonders nervt ihn das Genörgel er säße zu viel vorm TV und PC (für 85% der Eltern Erziehungsproblem Nr. 1) – versteht er sich mit seinen Eltern ganz gut (52% der Jugendlichen „kommen klar“).

Wie 49,8% der Deutschen würde er seiner Mutter sogar den Oscar verleihen. Wenn Claudia das wüsste, wäre ihr Tag bestimmt perfekt…

Wir wünschen Claudia und 25,04 Mio. Müttern in Deutschland (davon 8,9 Mio. mit Kindern unter 18 Jahren im Haushalt) einen überdurchschnittlich schönen Muttertag!

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Quellen: Polit/Usuma für Focus, Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), IfD Allensbach, SOEP, Shell Jugendstudie, Forsa für Johanniter Unfallhilfe, IfD Generationenbarometer, IfD für Stiftung Lesen, TNS Infratest, Typologie der Wünsche TdWi 2010 III, Statistisches Bundesamt.

Claudia und die Karwoche.

Die ersten Sonnenstrahlen des Jahres scheinen in Deutschlands häufigstes Wohnzimmer  und sorgen auch bei Claudia für gute Laune. (Wie 55% der Deutschen freut sie sich nach dem langen Winter in diesem Jahr ein bisschen mehr auf den Frühling als sonst).

Leider bringt die Sonne auch den Schmutz ans Licht.

„Zeit für den Frühjahrsputz“,  denkt sich Claudia, die wie 69% Wert darauf legt, dass zuhause alles blitzt und blinkt. So kurz vor Ostern bietet sich eine Grundreinigung geradezu an (63% der Deutschen machen Frühjahrsputz).

Eine Putzhilfe hat sie nicht beschäftigt (wie offiziell 90% der Deutschen), so dass sie kurzerhand selbst zum Haushaltsreiniger von Aldi greift (mit 28% Marktführer) und ordentlich Klarschiff macht (Top 3 der deutschen Markenreiniger: Mr. Proper 23%, Der General 18%, Frosch 15%).

Da Claudia bereits die täglichen Haushaltsaufgaben erledigt hat (pro Woche wird im Durchschnitt täglich 1 Stunde in Hausarbeit investiert), widmet sie sich beim Frühjahrsputz vorrangig aufwendigeren Bereichen: Fenster putzen, Gardinen waschen und endlich auch mal ein bisschen entrümpeln. Vielleicht ist da ja auch noch etwas dabei, das auf dem Flohmarkt oder bei Ebay versilbert werden kann. (Im Schnitt schlummern in deutschen Haushalten kostbare ungenutzte Gegenstände im Wert von 1.013 EUR und 67% der deutschen Online-Nutzer haben einen aktiven Ebay-Account).

Nachdem sie fertig ist, kann sie sich endlich dem schöneren Teil der Frühjahrsfreude widmen: der Osterdekoration. So zieht der Frühling auch in Müllers Wohnzimmer ein (41,2% der Deutschen geben an, ihr Zuhause vor Ostern aufwendig zu dekorieren).

Während Claudia für die diesjährige Deko sogar wieder selbst die Ostereier bemalt, kann Thomas dem Ganzen weniger abgewinnen (52,9% der Frauen, aber nur 21% der Männer bemalen zu Ostern Eier).

Ostern als Fastenzeit ist für die Müllers theoretisch ein Thema (48% finden den über Wochen andauernden Verzicht auf Genussmittel oder Konsumgüter sinnvoll bis sehr sinnvoll). Das heißt aber noch lange nicht, dass sie tatsächlich selber fasten. Doch würden sie es tun, könnten sie am ehesten auf Alkohol (64%) und Süßigkeiten (59%) verzichten.

Jan, mit 16 Jahren der jüngste Müller, setzt ganz andere Prioritäten: ihn interessiert zu Ostern nur das lange Wochenende (wie 41,5% der unter 34-Jährigen) – und das verbringen sie diesmal in ihrem besonders sauberen Wohnzimmer.

Frohe Ostern!

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Quellen: Sevenonemedia, TNS Infratest, VuMa08, VA 2009, ebay/TNS Infratest/terapeak, paypal, Forsa, Grass Roots, Ipsos für Living at Home

Kölle Alaaf!

Karneval ist einfach toll, da sind sich auch die Müllers einig (Karneval feiern ist für 65% der Gesamtbevölkerung auch heute noch zeitgemäß).

Unter dem Motto „In Kölle jebützt“ mischen sich auch Thomas, Claudia und Jan mit seiner Freundin Julia unter die 1 Million Zuschauer des Kölner Rosenmontagszuges (für 64% der westdeutschen Karnevalssympathisanten sind die Umzüge das Schönste am Karneval).

Als halbwegs aktives Mitglied in Kölns größtem Karnevalsverein „Die Grosse von 1823“ freut sich Thomas besonders auf  „seinen“ Wagen, der am Umzug teilnimmt. (34% der 31-50-Jährigen Kölner engagieren sich in Karnevalsgesellschaften). Schließlich hat auch Thomas unzählige Süßigkeiten auf den Wagen verfrachtet – insgesamt werden auf dem Rosenmontagsumzug von 10.000 Teilnehmern 150 Tonnen Wurfmaterial unter die Leute gebracht.

Während Thomas und Claudia im Karneval eine Tradition sehen, die es sich zu pflegen lohnt, ist Karneval für Jan und Julia einfach eine große Party (BCG Analyse: Trend der Eventisierung im Karneval). Besonders mögen sie jedoch, dass während der „tollen Tage“ alle Menschen gleich behandelt werden (für 54% ist das Gefühl der Gleichheit sehr oder eher wichtig).

Dazu tragen auch die Kostüme bei (58% legen Wert auf Verkleidung). Die Müllers mögen es „klassisch“: Claudia geht als Hexe, Thomas als Cowboy. Jan, inspiriert von Fluch der Karibik , hat sich für ein Piratenoutfit entschieden. Julia hingegen hat sich als ihr Idol Lady Gaga verkleidet und liegt damit 2010 voll im Trend (Männer mögen witzige Verkleidungen, für Frauen soll das Kostüm eher sexy sein).

An Aschermittwoch ist also nicht zu denken und wenn alle gemeinsam endlich wieder Viva Colonia anstimmen, schmeckt das Reissdorf Kölsch (Marktführer) dieses Jahr zur Sicherheit auch aus Pappbechern. Da simmer dabei!

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Quellen: IfD Allensbach, Emnid für „Daheim in Deutschland“, Wozi Basispaket, Statista, BCG, WDR, Festkomitee Kölner Karneval, Stadt Köln

Wie die Müllers das neue Jahrzehnt begrüßen.

Im Großen und Ganzen war 2009 eigentlich ein gutes Jahr, resümiert Claudia, die gerade das Wohnzimmer dekoriert, während Thomas den Raclettegrill aus dem Keller holt (65% geben an, 2009 sei ein gutes Jahr gewesen, auch wenn  62% keine Verbesserung in 2010 erwarten).

Zwar hatten die beiden keine Vorsätze für 2009 (wie 57% der Deutschen auch), aber für Thomas könnte das neue Jahr ruhig etwas stressfreier werden (mit 59 % Platz 1 der häufigsten Vorsätze) und Claudia wünscht sich mehr Zeit für Freunde und Familie (51% Platz 2).

Aus diesem Grund hat sie Thomas überredet, zwei befreundete Ehepaare zu Silvester einzuladen, die sie schon länger nicht mehr gesehen haben. Wenn sich Claudia recht erinnert, ist das die erste Party in ihrer Wohnung seit langem.

Jan ist das eindeutig zu langweilig. Er feiert lieber zusammen mit seiner Clique. Seine Freundin Anna ist natürlich auch dabei, denn den Jahreswechsel will er unbedingt mit ihr zusammen erleben.

Für Thomas und Claudia ist das kein Problem, sie vertrauen ihrem Sohn (80% der Jugendlichen genießen das Vertrauen ihrer Eltern). Claudia lässt es sich dennoch nicht nehmen, Jan auf die Gefahren von Knallkörpern hinzuweisen. Erst letztens hat sie wieder einen Bericht auf RTL gesehen…

Doch Jan ist vorsichtig und hat nur deutsche Markenware von Weco (Marktführer) gekauft. Darauf hat auch Thomas geachtet, der insgesamt 25 Euro für die Feuerwerkskörper bezahlt hat. Den Großteil überlässt er Jan, aber für sich behält er eine symbolische Rakete und für Claudia eine goldene Fontäne, die ihr bestimmt sehr gut gefällt.

Auch wenn die Müllers dieses Jahr nicht zusammen feiern, so sitzen sie zumindest um 18.50 Uhr gemeinsam vorm Fernseher. Denn dann läuft Dinner for One im WDR. Dieser Klassiker gehört einfach jedes Jahr dazu, das findet auch Jan (bis zu 18,6 Millionen Zuschauer schauen jährlich Dinner for One).

Kurz vor 20 Uhr macht sich Jan auf den Weg zu seiner Party und der Besuch steht auch schon vor der Tür. Thomas und Claudia freuen sich auf einen entspannten Abend mit Freunden. Nach dem Essen werden sich alle gemütlich auf den Weg machen um das Feuerwerk von der Deutzer Brücke aus zu bestaunen. Thomas findet es dort zwar jedes Jahr zu voll, aber das Panorama entschädigt ihn dann doch. Spätestens jetzt wird auch die Flasche Rotkäppchen Sekt (Marktführer) geköpft, die Thomas schon vor ein paar Tagen kaltgestellt hat.

Wir wünschen den Müllers ein überdurchschnittlich frohes Neues Jahr 2010!

Quellen: Politbarometer, Forsa, statista.de, Bravo Studie, Wozibasispaket, Allianz, ZDF.

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(Foto: ddp)

Umweltschutz beginnt im Geldbeutel.

„Der Klimawandel macht uns Angst“

Obwohl das Thema schon seit langer Zeit von der Finanzkrise überschattet wird, sorgen sich Claudia und Thomas weiterhin um die Umwelt und die Probleme, die der Klimawandel mit sich mitbringt. Erst neulich haben sie sich wieder über das Thema unterhalten. Claudia war schockiert, da sie eine Reportage über das Töten und Sterben von Robbenbabys gesehen hatte. „Die tun mir so leid – denen muss man doch irgendwie helfen können … “. Thomas vertritt da eine andere Meinung: „Da kannst du als einzelne Person gar nichts machen. Unser Verhalten ändert doch nichts (30%). Die Regierung, die großen Firmen und die Industrie – die müssten als erstes etwas dagegen unternehmen (42%).

„Also ich glaube nicht, dass wir hier in Deutschland groß was machen können, um diese Probleme zu lösen (finden 62%, Quelle: BMU). Die größten Umweltverschmutzer sind doch die Amerikaner. Die müssen endlich mal was ändern!“

„Für die Umwelt tun wir nur dann etwas, wenn wir auch selbst ein wenig davon profitieren“

Wie 87% der Deutschen trennen auch die Müllers ihren Hausmüll. Thomas und Claudia finden, dass sie damit einen Beitrag für die Umwelt leisten. Außerdem achten sie in letzter Zeit vermehrt darauf Energie und Wasser zu sparen (79% und 72%). Das heißt: Es werden nur noch Energiesparlampen gekauft und der Wasserhahn bleibt beim Einseifen konsequent aus. Aber auch um die Brötchen zu besorgen, nutzt Claudia nicht länger das Auto, sondern geht zu Fuß. Ein bisschen Bewegung schadet ja nicht. Sie wollte sowieso abnehmen (geringere Nutzung des Autos, 34%). Bei aller Umweltliebe geht es jedoch immer wieder um den eigenen Geldbeutel. Die meisten Deutschen tun nämlich nur dann etwas, wenn es auch dem eigenen Geldbeutel dient. Einen viel zu teuren Toyota Prius etwa oder einen aufwendigen Umbau des Familienwagens auf Biokraftstoff würden auch die Müllers nie in Betracht ziehen.

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Quelle: Interviews mit den Wozi Familien.

Die Qual der Wahl

Dieses Jahr war es wieder soweit. Bundestagswahlen standen an. Ein Thema, das auch die Müllers beschäftigte. „Natürlich geh ich wählen“, so Thomas, „das ist doch der einzige Einfluss auf die Politik, den ich ausüben kann“. Claudia ist da eher skeptischer. Sie meint, irgendwie würden doch eh alle Parteien das gleiche versprechen und im nach hinein sowieso nicht einhalten. Sie wüsste gar nicht, wo sie ihr Kreuzchen machen solle. Eine ähnliche Einstellung haben zwei der Drittel der Nichtwähler. Aber gar nicht zu wählen, fände sich auch nicht gut. Tatsächlich war die Wahlbeteilung nie so gering wie dieses Jahr. Gerade mal 70% machten Gebrauch von ihrem Wahlrecht.

Interessantes Ergebnis, da nie zuvor mehr Aufwand der Parteien betrieben wurde, die Wähler in ihren Bann zu ziehen. Doch leider schreckte dies viele eher ab, als die Wahlfreude anzukurbeln. Ein schönes Tool sei aber der Wahl-O-Mat, so Claudia. Wenn einem der Überblick fehle, hätte man dort immerhin die Möglichkeit der Orientierung. Ob man sich nun für vorgegebene oder doch eine andere Partei entscheide, liege ja in der eigenen Hand.

Da Jan noch nicht volljährig ist und eh nicht wählen darf, interessiert ihn die Bundestagswahl eher weniger. Ihm ist jedoch aufgefallen, dass selbst in seinem geliebten SchülerVZ die Werbetrommel gerührt wird. Manche Politiker haben sogar ein eigenes Profil, wobei er sich nicht sicher ist, ob das nicht irgendjemand spaßeshalber angelegt hat. Auch auf youtube habe er einige Spots und Mitschnitte von Reden entdeckt, sich diese aber nicht richtig angeschaut. „Wenn ich wählen dürfte, dann würde ich Horst Schlämmer mein Kreuzchen geben“, so Jan, der sich Hape Kerkelings Film „Isch kandidiere“ angesehen hat.

Ob sie mit dem Wahlergebnis zufrieden seien, wüssten sie noch nicht. „Wir haben was anderes gewählt. Jetzt heißt es erstmal abwarten, was die neue Regierung auf die Beine stellt“, sind sich Thomas und Claudia einig. An ein Wunder glauben beide nicht.

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