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1.12.2011: Mal sehn, was heut dahinter steckt…

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Ab dem 1. Dezember lässt es sich nicht mehr leugnen: die Vorweihnachts-Freude-Zeit hat begonnen! 72 % der deutschen Haushalte freuen sich auf diesen Tag –  denn heute darf endlich das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet werden! 24 kleine Überraschungen bis Heilig Abend – das ist den Deutschen sogar wichtiger als Weihnachtspyramide und Stollen.

Bei den Müllers gibt es gleich zwei davon: einen für Thomas und einen für Jan. Sie sind –ganz traditionell- mit Schokolade gefüllt (Insgesamt werden in Deutschland rund 80 Millionen Schokokalender pro Jahr hergestellt.). Claudia verzichtet lieber auf die vermeidlichen Dickmacher. Doch so schlimm wie man meint, schlagen die viereckigen Weihnachts-Wartezeit-Verkürzer gar nicht zu Buche: mit insgesamt 75g Schokolade machen sie gerade einmal eine ¾ Tafel aus – in 24 Tagen! So viel Disziplin gibt’s sonst nur selten..

Foto:LStrike über Flickr

Quellen: polis/USUMA 2009, DAHEIM in Deutschland/ TNS Emnid 2009, SGN/ LZ 2011.

Claudia und Thomas auf dem Friedhof.

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Foto: Dirk Bauer / WAZ FotoPool

Der Tod und das Mädchen die Müllers.

Über das Thema Tod und Sterben denken die Müllers nicht oft nach. Mit Freunden reden sie nur sehr selten darüber. (lediglich 6% der Deutschen reden mit Freunden/Bekannten über dieses Thema, analog: 56% der Familien haben noch nie über Organspende gesprochen. Vgl. TNS Infratest/Europäische Kommission 2009, Forsa/Comdirect 2009). Doch am kommenden Sonntag ist Totensonntag, der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Ein Datum, das Viele nutzen um ihren verstorbenen Verwandten zu gedenken. Und auch Claudia und Thomas Müller werden die Gelegenheit wahrnehmen und den Verstorbenen einen Friedhofsbesuch abstatten.

Alles Geschäftemacherei!

Das Grabgesteck, dass sie mitbringen werden, hat Claudia bereits gekauft. Ziemlich teuer war das ihrer Meinung nach. Und damit steht sie nicht allein da.  Rund ein Drittel der Deutschen halten die Angebote rund um Trauer, Beisetzung, Blumenkränze und Co. für eine ziemliche Geschäftemacherei (Umfrage der Apothekenumschau, 2011).

Gesellschaftliche Trends machen auch vor dem Friedhof nicht halt.

Doch was heute als „Geschäftemacherei“ verteufelt wird, galt noch vor 100 Jahren als Prestigesymbol. Als Zeichen des bürgerlichen Wohlstands konnten die Grabstätten nicht pompös genug sein. Parallel zum Boom öffentlicher Denkmäler auf städtischen Plätzen und Straßen entwickelte sich ein regelrechter „Grabdenkmal-Kult“ (Norbert Fischer, 1999). Die Überbleibsel dessen –mit Moos bewachsene und in Efeu gebettete Grabfiguren– verführen Claudia und Thomas auch heute noch zu einem romantischen Spaziergang über den Gottesacker. Dabei fallen Claudia auch die vielen unterschiedlichen Gräber und Bepflanzungen auf. Herr Terfrüchte von der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner bestätigt: „Die Gestaltung der Gräber wird immer individueller und freier. Wo früher Erika und Efeu dominierten, durchsetzen heute Strukturbeete das Einheitsgrau des Friedhofs. Sie werden auf Grabstein, Umgebung und persönliche Vorlieben der Hinterbliebenen und/oder Verstorbenen abgestimmt.“

Der Friedhof also ein Spiegelbild des Individualisierungstrends?

Weniger Christen, weniger Erdbestattung.

Auch wenn die Mausoleen des Friedhofs den Müllers imponieren, darin begraben sein möchten sie nicht. Sie bevorzugen eine schlichte Feuerbestattung. 2011 wünschten sich auch 48% der Deutschen diese Art der Beisetzung. (2010 wurde für 46% der Verstorbenen diese Methode gewählt. Tendenz steigend: +20% seit 1999. In Köln liegt der Anteil sogar bei 55%. Vgl. Bundesverband Deutscher Bestatter, TNS Emnid, Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner).

Ihre Meinung dazu: Unsere letzte Ruhestätte soll pflegeleicht und einfach sein. Denn ob sich Jan später um das Grab der Eltern kümmern kann und will – steht noch in den Sternen (Und deswegen werden sich die Müllers in späteren Jahren vermehrt selbst um die Grabversorgung kümmern. Besucher von Vorsoge-Veranstaltungen sind überwiegend um die 70 Jahre, unsere Müllers haben daher noch ein paar Jahre Zeit, Vgl. Herr Terfrüchte von der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner).

Doch mit der Zunahme von Feuerbestattung zeigt sich nicht nur eine zunehmende Mobilisierung der Gesellschaft (Jan) und ein Trend zu Einfachheit und Reduktion,  sondern vor allem auch ein fundamentaler Wandel im Glauben. Mit der abnehmenden Bedeutung der Grablegung Christi und dem Glauben an eine Auferstehung hat auch die Erdbestattung an Relevanz verloren (Anteil der Konfessionslosen 1990: 22,4%, 2010: 34,6%, vgl. FOWID).

Aber genug über den Tod philosophiert! Der Totensonntag bedeutet schließlich nicht nur Trauer und Gedenken, sondern läutet auch die Vorweihnachtszeit ein. Ab Montag heißt es wieder: Weihnachtsmarktidylle, Glühwein und gebrannte Mandeln. Und darauf freuen sich die Müllers ganz besonders. Aber davon später mehr…

Kölle Alaaf! Die Müllers und der Karneval.

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Morgen am 11.11.2011 um 11:11 Uhr ist es wieder soweit für den Karnevalsanfang!

53% der Deutschen sind eher als Karnevalsmuffel zu betrachten, aber die Müllers leben in NRW, und da wird die 5. Jahreszeit kräftig zelebriert und gefeiert!

Obwohl die Karnevalszeit jetzt erst eingeläutet wird und die richtige Sause zur Weiberfastnacht erst noch bevor steht, stimmen sich die Müllers wie 58% der Karnevalsbegeisterten jetzt schon auf die kommenden Monate ein. Die Müllers freuen sich schon das ganze Jahr darauf, denn Karneval finden sie einfach super. Wie 65% der Deutschen finden die Müllers außerdem, dass Karneval definitiv zeitgemäß ist.

„Köln ist Deutschlands Karnevalhauptstadt Nr.1“

Müllers wohnen mitten drin im Karnevalsgetümmel, denn Köln ist Karnevalhauptstadt Nr. 1 in Deutschland. Das jedenfalls meinen die Müllers und 48% der Deutschen stimmen ihnen zu. Erst mit großem Abstand folgen Mainz (17,2 %), Düsseldorf (12,7 %) und Bonn(7,5 %).

„Ich freue mich auf die bunten Umzüge und Büttenreden“

Claudia und Thomas freuen sich wie 64% der Deutschen besonders auf die Umzüge mit den Motivwagen und auf die Büttenreden (wie 58% der Deutschen). Außerdem gefällt den Beiden, dass zu dieser Zeit die sonstigen gesellschaftlichen Unterschiede nicht gelten (wie 54% der Deutschen). Jan hat für Motivwagen und Büttenreden allerdings nicht wirklich viel übrig. Wie die Mehrheit der Deutschen Teenager lassen Jan die Büttenreden zu Karneval kalt (51%). Für ihn ist Karneval eher die Zeit sich mit Freunden zu treffen und zu feiern.

„Mich zu Karneval zu verkleiden ist mir wichtig“

Claudia freut sich wie 58% der Frauen besonders auf das Verkleiden, wohingegen Thomas sich mehr auf die abendlichen Kneipengänge mit seinen Kumpels freut. In der Kneipe wird dann bei einem Glas Reissdorf Kölsch (Marktführer) das Viva Colonia angestimmt und freudig geschunkelt.

Der 11. November ist auch Martinstag.

Der 11. November wird auch Martinstag genannt, angelehnt an den heiligen Martin von Tours der seinen Mantel teilte um einem frierenden Bettler zu helfen. Neben den üblichen Reden zum Karnevalsanfang gibt es daher vielerorts die Martinstag Umzüge bei denen Kinder mit Laternen freudig durch die Städte und Dörfer ziehen und dabei Martinslieder singen wie: “Ich gehe mit meiner Laterne…“.Das hat Jan früher auch gemacht doch aus dem Alter ist er heute definitiv raus, was Claudia sehr bedauert.

Wir wünschen den Müllers mit einem lauten „Kölle Alaaf“ einen schönen Karnevalsanfang!

Quellen:

EMNID: Umfrage zu Karneval in Deutschland (2010)

ifD Allensbach: Finden sie Karneval noch Zeitgemäß? (2009)

TNS emnid: Welche der Karnevalsformen gefallen ihnen am besten? (2009)

Forsa/Stern: Wie ist ihre Einstellung zu Karneval in Deutschland? (2010)

FAZ- Umfrage: Köln ist die Hauptstadt des Karnevals (2010)

www.koeln.bonn.business-on.de- Karnevals Umfrage (2010)

www.deutschland-deluxe.de – Karneval in Köln (2010)

www.heiliger-martin.de- Legenden

Bildquelle:
Flickr.com: Instant Geniesser- Karneval in Köln 2008

Dem Grusel auf der Spur: die Müllers und Halloween.

31. Oct. 2011 von Anke Strunz  

Teelicht- Halloween

„Da draußen, da rollt die Horrorwalze“ betitelte 2002 Die Zeit einen Beitrag zum Thema Halloween. Heute, fast ein Jahrzehnt später scheint das Gruseltreiben am Vorabend zu Allerheiligen als jährliche Verkleidungsarie in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Wirklich? Werfen wir doch mal einen Blick in das Müllersche Wohnzimmer: Finden wir auch dort einen beleuchteten Kürbis und künstliche Spinnenweben?

Wie die meisten Rheinländer (66%Resuma, 2009) finden auch die Müllers Halloween ganz in Ordnung. Ob das an der oft zitierten „Offenheit der Rheinländer“ liegt oder an der thematischen Nähe zum Karneval lässt sich nicht endgültig klären.
Woher der Brauch des sich gruselig Verkleidens kommt, wissen Thomas, Sabine und Jan nicht so genau. Wie 66% der Deutschen würden sie es am ehesten für eine kommerzielle Erfindung des Handels halten (Resuma, 2009). Dabei findet das Fest seinen Ursprung in alten irischen Bräuchen. Ausgewandert nach Amerika, kam das große Spuken erst Anfang der 90er nach Deutschland.

Ob Import oder europäischer Re-Import, der Handel hat Halloween jedenfalls fest ins Herz geschlossen. Mit geschätzten 200 Millionen Umsatz in diesem Jahr (Prognose laut Jan Großmann, Marktjagd) ist das Gruselfest bereits das drittgrößte Saisonalgeschäft nach Weihnachten und Ostern. Vor allem Süßwarenartikler profitieren vom Boom.

Auch Claudia Müller hat neben ein paar herbstlichen Kürbis-Dekorationen viele Süßigkeiten für den 31.10. eingekauft. Neben den obligatorischen salzigen Snacks und der Vollmilchschokolade, die Müllers immer zum Knabbern vorrätig haben, findet sich nun auch eine bunte Auswahl an Bonbons und Täfelchen. Doch die sind primär nicht für Claudia, Thomas und Jan – sondern für die Kinder, die heute Abend wieder an der Türen klingeln und „Süßes, sonst gibt’s Saures“ rufen.

Bis vor ein paar Jahren ist auch Jan mit Freunden durch die Straßen gezogen. Mit 18 ist er allerdings seiner Meinung nach viel zu alt dafür. Heute freut er sich stattdessen auf die Halloweenparty mit Freunden. Schließlich ist am 1.01. Allerheiligen, ein Feiertag in NRW. Da kann er heut noch mal ordentlich feiern.

Doch warum ist Halloween so erfolgreich? Warum geben die Deutschen 200 Millionen für gruselige Kostüme, Kürbisdeko und Süßigkeiten für ein Fest aus, das hierzulande noch bis vor 20 Jahren völlig unbekannt war? Glaubt man Prof. Gunther Hirschfelder von der Universität Regensburg verbirgt sich dahinter eine gesamt-gesellschaftliche Sehnsucht nach neuen Bräuchen. Der Mensch als soziales Wesen sehnt sich nach festen Ankern im Kalender. Mit dem Verlust christlicher Feiertage und Riten und der fortschreitenden Globalisierung sämtlicher Lebensbereiche erfüllen heute zunehmend Sportevents, Valentinstag oder eben Halloween den Wunsch nach wiederkehrenden und struktur-gebenden Ereignissen. Ein Vorteil von Halloween ist dabei laut Hirschfelder die klare Symbolik des Festes: der pralle Kürbis. Als “Markenzeichen” ist der Kürbis einfach und schnell erfassbar, zudem entspricht die Symbolik der gesellschaftlichen Entwicklung: jahreszeitlich und nicht sakral.

Wir lernen also: Die Müllers sind, wie alle Menschen, Gewohnheitstiere. Sie mögen feste Daten im Kalender, auf die sie sich freuen können. Vor dem Hintergrund ihrer abnehmenden Religiosität kommt ihnen Halloween gang recht: passt zur Jahreszeit, gliedert sich hervorragend in die Feste-freie Zeit zwischen Ostern und Weihnachten ein und bring zudem auch noch eine Menge Spaß!

Wir wünschen den Müllers ein schaurig-schönes Halloween.
Interview mit Prof.Gunther Hirschfelder auf Stern online, 28.10.2011.

Alles Gute zur Porzellan-Hochzeit!

31. May. 2011 von Tim  

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Heute, vor genau 20 Jahren am 31. Mai 1991 gab Claudia ihrem Thomas das Ja-Wort. Es war wie für 45% der Deutschen der schönste Tag ihres Lebens – und das obwohl in den Schlafzimmern der frisch Vermählten in dieser Nacht selten etwas läuft. „Nach der ganzen Feierei waren wir so müde, wir schliefen einfach ein“, berichtet Claudia (so wie 58% der frisch Verheirateten) leicht verlegen.

Zwanzig Jahre später ist der Status ihres Sexlebens ähnlich – Gut, aber ein bisschen eingeschlafen. Zwar haben Thomas und Claudia noch zwei Mal pro Woche Sex (genau wie 75% der Deutschen) und bewerten sich als gut im Bett (genau wie 66% der Detuschen) – wunschlos glücklich sind sie aber dennoch nicht. Während Thomas sich nach häufigeren Intimitäten (61% der Männer) sehnt, wünscht sich Claudia mehr Abwechslung (50% der Frauen).

Nun gut, heute sind die beiden in jedem Fall sehr glücklich, schließlich feiern sie ihre Porzellan-Hochzeit. Genauso wie Porzellan ist ihre Ehe noch fest, glänzend und wertvoll, aber gleichzeitig auch leicht zerbrechlich und sehr empfindlich. Claudia würde ihren Thomas auch nach den 20 Ehejahren mit vielen Hoch und Tiefs sofort wieder vom Fleck weg heiraten (ebenso wie 90% der Verheirateten) und schwelgt nach wie vor in Erinnerungen. „Als mir Thomas damals nervös den Antrag machte (wie bei 58% der Heiratswilligen übernimmt der Mann diese Rolle), war es für uns die große Liebe“ (84% der Deutschen bestätigen dies).

Diese beständige Liebe zelebrieren die beiden am Hochzeitstag genauso wie 41% der Deutschen – nur 23% ist der Tag des Kennenlernens wichtiger. Hochzeitstag bedeutet: Raus aus dem Alltag. Deshalb unternehmen Thomas und Claudia an „ihrem Tag“ immer etwas Besonderes. Sei es ein romantischer Restaurantbesuch, ein gemeinsamer Tanzabend oder auch ein Wochenendtrip (39%). Zu Hause geblieben (wie nur 14% der Deutschen Paare) sind sie in den letzten 20 Jahren nicht ein einziges Mal. Ein befreundetes Pärchen hatte den beiden ganz nach dem Hochzeitstags-Motto einen verlängerten Ausflug in die Porzellanstadt Meißen empfohlen – Thomas fand das dann allerdings doch ein wenig kitschig. Was er sich für den heutigen Abend hat einfallen lassen, möchte er dennoch nicht verraten – Claudia darf gespannt bleiben. Wir wünschen den beiden in jedem Fall einen romantischen Abend und noch viele weitere glückliche Ehejahre.

P.S. Für alle, die noch auf der Suche noch einem Geschenk für die beiden sind: Es heißt nicht umsonst Porzellan-Hochzeit. Nach 20 Jahren darf das Hausgeschirr schon noch einmal ergänzt oder ersetzt werden!

Quellen:
Sex Report 2010, GfK für VIAGRA
Tns EMNID, 2010
IfD Allensbach, Monitor Familienleben
Partnerschaft und Ehe – Entscheidungen im Lebensverlauf, 2010
Umfrage im Hochzeitsportal meintag.de
Bildquelle: sxc.hu

Frohe Ostern!

21. Apr. 2011 von Tim  

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Was an Ostern gefeiert wird? Das wissen die Müllers wie auch 83% der Deutschen selbstverständlich genau – Natürlich die Auferstehung Jesu Christi.

Das Fest steht für die Familie Müller allerdings vor allem im Zeichen der Familie. In den Urlaub geht es zwar, wie auch für 86% der Deutschen, in diesem Jahr nicht. Aber dennoch haben Claudia und Thomas genau wie 54% der Deutschen die feste Absicht die Feiertage dazu zu nutzen, sich gemeinsam vom stressigen Alltag zu erholen – Vielleicht bei einem langen Spaziergang oder einer Radtour durch die Felder.

Wie ein Großteil der Deutschen essen auch die Müllers am Karfreitag kein Fleisch sondern greifen traditionell zu Fisch. Ihr Top-Favorit bei der Fischauswahl ist natürlich des Deutschen liebster Fisch, der Lachs.

Am Ostersonntag geht es aber dennoch nicht in die Kirche. Stattdessen freuen sich vor allem Claudia und Thomas, wie auch 49% der Erwachsenen, auf das gemeinsame Osterfrühstück im kleinen Kreis. Claudia möchte ihrer Familie an diesem Feiertag mit einem außergewöhnlichen Festmahl eine besondere Freude bereiten. Sie hat Glück die Lammkeulen für den Hauptgang noch im nächstgelegenen Supermarkt zu bekommen. Denn die Nachfrage für das besondere Fleisch ist in dieser Woche sieben Mal so groß wie zur restlichen Jahreszeit.

Und natürlich darf auch Schokolade an Ostern nicht fehlen. Neben den Hasenfiguren lieben die Müllers vor allem die kleinen Schokoladen-Eier. Für die geht rund jeder zweite Euro drauf, den sie in der Osterzeit für Süßwaren ausgeben. Eier gibt es bei den Müllers selbstverständlich nicht nur in der Schokoladenausführung – Auch die echten, fröhlich bunten Oster-Eier sind in der Familie heiß begehrt. Obwohl Claudia normalerweise die braunen Eier bevorzugt, greift sie zur Osterzeit zu den weißen. Die Farben sollen schließlich besonders gut herauskommen. Wie 47% der Deutschen färbt Familie Müller die Eier deshalb auch noch selbst und greift dafür klassisch zu Färbetabletten.

Um die österliche Atmosphäre im Rahmen des Familienbesuchs kümmert sich Claudia bereits im Vorfeld. Dekorativ platziert sie wie 44% der Deutschen einen Osterstrauch und besorgt anschließend einen großen Strauß Narzissen. In der Osterzeit sind diese gelb strahlenden Osterglocken Claudias ungeschlagener Favorit unter den Schnittblumen – Direkt nach den Tulpen.

Claudia, Thomas und Jan wünschen frohe und erholsame Feiertage!

Quellen:
forsa Umfrage, 2011
forsa Umfrage, 2009
forsa Umfrage, 2007
Statista.de, Anteil der Personen mit Reiseabsicht zu Ostern, 2008
Statista.de, Umsatzanteile einzelner Süßwarenelemente am Ostersüßwarenmarkt in der Ostersaison, 2008
Statista.de, Durchschnittliche Ausgaben von Eltern zu Ostern, 2009
media control, TV-Sehdauer an Ostern: 51 Min. länger als 2009, 2010
simstore, Kommerz um das Familienfest bereitet auch Unbehagen, 2010
Diese Fische essen die Deutschen zu Ostern, 27.03.2010
Milka Oster-Report, 2004
Landwirtschaftskammer NRW, Lust auf Lamm zu Ostern, 2010
TREND RESEARCH 2010

Es weihnachtet sehr

IMG_1445Weihnachten steht vor der Tür und auch die Müllers haben schon viel zu tun um die Feiertage perfekt zu machen. Neben dem liebevoll zusammen gestellten Adventskranz dekoriert Claudia natürlich auch den Rest der Wohnung ganz im Sinne des Festes. Inspiration holt sie sich dabei in ihrer Lieblingszeitschrift, der Brigitte. Daher stammt auch die Idee mal etwas Modernes zu wagen und den altmodischen Kranz dieses Jahr zu verbannen.

Was Geschenke angeht, hat sie sich natürlich schon vor Wochen auf die Pirsch begeben, während Thomas es gemächlicher angeht (Quelle: Google Insights for Search – Häufigste zunehmende Suchanfrage im November „Geschenk Mann“ und „Geschenk Freund“ weit vor „Geschenk Freundin“). Mit dieser Einstellung gerät er natürlich alle Jahre wieder kurz vor Weihnachten in Bedrängnis und begibt sich last minute auf die Geschenke-Jagd. (Quelle: TNS).

Claudia und Thomas geben dieses Jahr durchschnittlich jeweils 247€ für ihre Geschenke aus (Quelle: Statista 2010). Besonders gerne schenkt Thomas Claudia Parfüm oder Schmuck, dabei hätte sie manchmal viel lieber einen neuen MP3-Player, Dessous oder etwas Selbstgebasteltes. Anders herum verhält es sich jedoch ähnlich. Während Thomas auf Technik und CD’s pocht, schenkt Claudia ihm das, was sie selbst gerne hätte – Kleidung, Schmuck oder etwas Selbstkreirtes (Quelle: Quelle AG).

Geshoppt wird heute nicht mehr nur im Einzelhandeln sondern auch online, denn das geht einfacher, die Auswahl ist größer und Preise können direkt verglichen werden (Quelle: Ernst&Young, Bitcom). Besonders für Bücher und CD’s sparen die Müllers sich den Gang in den Fachhandel und suchen stattdessen ihren Online-Liebling Amazon auf. (Quelle: GfK)

Das Einzige, das jetzt noch fehlt, ist des Deutschen liebste Nordmanntanne. Beziehungsweise die Miniausgabe davon (Quelle: AGDW. Durchschnittlicher Preis für eine Nordmanntanne sind 16-20€). Aber das regeln Thomas und Jan gekonnt am Wochenende. Und wie jedes Jahr werden sie dabei ein Schlachtfeld im Kofferraum hinterlassen (Zurich Gruppe Deutschland).
Das ist natürlich nicht der einzige Streitpunkt was Weihnachten bei den Müllers betrifft. Auch die Dekoration des Baumes will anschließend bis ins kleinste Detail ausdiskutiert werden (Quelle: parship.de).

Aber das Fest der Liebe ist auch immer ein Fest der Familienstreitigkeiten.
Die Familie Müller wünscht sich für sich und alle anderen friedliche Feiertage!

Alles Gute zum Muttertag!

09. May. 2010 von Tim Kestermann  

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Insgesamt 68% der Deutschen halten den Muttertag für zeitgemäß.

So ist es für Thomas und Jan Ehrensache, sich mit durchschnittlich 25 EUR am Schnittblumenumsatz zu beteiligen, um Claudia eine Freude zu machen (auf mehr als 100 Mio. EUR steigt der Blumenumsatz in der Muttertagswoche).

Doch wichtiger als ein Strauß Blumen sind für Claudia die emotionalen Werte, die ihr ihre zwei Männer geben. So bedeutet für sie Familie in erster Linie gegenseitige Hilfe (84%), Liebe (83%) und Vertrauen (81%).

Jan ist ein Wunschkind, bzw. war es für Claudia und Thomas absolut klar, später einmal Kinder zu haben (77% der Deutschen finden das wichtig bis sehr wichtig). Und sie bereuen es nicht – wie 70% der Deutschen genießen sie ihre Elternrolle.

Dabei zählt sowohl das junge Elternglück als auch das gute Gefühl, im Alter nicht allein zu sein (77% der Männer und 82% der Frauen sagen, die Familie gibt beim Gedanken an das Alter Zuversicht).

Und auch für Jan ist die Familie, Pubertät hin oder her, wichtig zum Glücklichsein (72% der Jugendlichen im Alter von 12-25 bejahen dies).

Dabei übt in der Familie die Mutter den wichtigsten Einfluss auf die Entwicklung aus (zu 48% sind es die Mütter, nur zu 39% die Väter). Das erstaunt nicht, hat Jan als Kind im Durchschnitt pro Tag 3 Stunden mehr mit Claudia als mit Thomas verbracht (mit dem Kind verbrachte Stunden werktags: Mütter 5,1 Std. vs. Väter 2,1 Std.).

Natürlich waren sich auch Thomas und Claudia in der Erziehung nicht immer einig (für 45% der Eltern ist die Kindererziehung ein Streitthema). Doch  in den wichtigsten Punkten herrscht Einvernehmen: Jan soll höflich sein und sich gut benehmen (88%), Arbeit ordentlich und gewissenhaft tun (76%), durchsetzungsfähig sein und vielseitige Bildung erfahren (jeweils 74%).

Auch wenn Jan das nicht immer passt – besonders nervt ihn das Genörgel er säße zu viel vorm TV und PC (für 85% der Eltern Erziehungsproblem Nr. 1) – versteht er sich mit seinen Eltern ganz gut (52% der Jugendlichen „kommen klar“).

Wie 49,8% der Deutschen würde er seiner Mutter sogar den Oscar verleihen. Wenn Claudia das wüsste, wäre ihr Tag bestimmt perfekt…

Wir wünschen Claudia und 25,04 Mio. Müttern in Deutschland (davon 8,9 Mio. mit Kindern unter 18 Jahren im Haushalt) einen überdurchschnittlich schönen Muttertag!

muttertag

Quellen: Polit/Usuma für Focus, Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), IfD Allensbach, SOEP, Shell Jugendstudie, Forsa für Johanniter Unfallhilfe, IfD Generationenbarometer, IfD für Stiftung Lesen, TNS Infratest, Typologie der Wünsche TdWi 2010 III, Statistisches Bundesamt.

Claudia und die Karwoche.

Die ersten Sonnenstrahlen des Jahres scheinen in Deutschlands häufigstes Wohnzimmer  und sorgen auch bei Claudia für gute Laune. (Wie 55% der Deutschen freut sie sich nach dem langen Winter in diesem Jahr ein bisschen mehr auf den Frühling als sonst).

Leider bringt die Sonne auch den Schmutz ans Licht.

„Zeit für den Frühjahrsputz“,  denkt sich Claudia, die wie 69% Wert darauf legt, dass zuhause alles blitzt und blinkt. So kurz vor Ostern bietet sich eine Grundreinigung geradezu an (63% der Deutschen machen Frühjahrsputz).

Eine Putzhilfe hat sie nicht beschäftigt (wie offiziell 90% der Deutschen), so dass sie kurzerhand selbst zum Haushaltsreiniger von Aldi greift (mit 28% Marktführer) und ordentlich Klarschiff macht (Top 3 der deutschen Markenreiniger: Mr. Proper 23%, Der General 18%, Frosch 15%).

Da Claudia bereits die täglichen Haushaltsaufgaben erledigt hat (pro Woche wird im Durchschnitt täglich 1 Stunde in Hausarbeit investiert), widmet sie sich beim Frühjahrsputz vorrangig aufwendigeren Bereichen: Fenster putzen, Gardinen waschen und endlich auch mal ein bisschen entrümpeln. Vielleicht ist da ja auch noch etwas dabei, das auf dem Flohmarkt oder bei Ebay versilbert werden kann. (Im Schnitt schlummern in deutschen Haushalten kostbare ungenutzte Gegenstände im Wert von 1.013 EUR und 67% der deutschen Online-Nutzer haben einen aktiven Ebay-Account).

Nachdem sie fertig ist, kann sie sich endlich dem schöneren Teil der Frühjahrsfreude widmen: der Osterdekoration. So zieht der Frühling auch in Müllers Wohnzimmer ein (41,2% der Deutschen geben an, ihr Zuhause vor Ostern aufwendig zu dekorieren).

Während Claudia für die diesjährige Deko sogar wieder selbst die Ostereier bemalt, kann Thomas dem Ganzen weniger abgewinnen (52,9% der Frauen, aber nur 21% der Männer bemalen zu Ostern Eier).

Ostern als Fastenzeit ist für die Müllers theoretisch ein Thema (48% finden den über Wochen andauernden Verzicht auf Genussmittel oder Konsumgüter sinnvoll bis sehr sinnvoll). Das heißt aber noch lange nicht, dass sie tatsächlich selber fasten. Doch würden sie es tun, könnten sie am ehesten auf Alkohol (64%) und Süßigkeiten (59%) verzichten.

Jan, mit 16 Jahren der jüngste Müller, setzt ganz andere Prioritäten: ihn interessiert zu Ostern nur das lange Wochenende (wie 41,5% der unter 34-Jährigen) – und das verbringen sie diesmal in ihrem besonders sauberen Wohnzimmer.

Frohe Ostern!

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Quellen: Sevenonemedia, TNS Infratest, VuMa08, VA 2009, ebay/TNS Infratest/terapeak, paypal, Forsa, Grass Roots, Ipsos für Living at Home

Kölle Alaaf!

Karneval ist einfach toll, da sind sich auch die Müllers einig (Karneval feiern ist für 65% der Gesamtbevölkerung auch heute noch zeitgemäß).

Unter dem Motto „In Kölle jebützt“ mischen sich auch Thomas, Claudia und Jan mit seiner Freundin Julia unter die 1 Million Zuschauer des Kölner Rosenmontagszuges (für 64% der westdeutschen Karnevalssympathisanten sind die Umzüge das Schönste am Karneval).

Als halbwegs aktives Mitglied in Kölns größtem Karnevalsverein „Die Grosse von 1823“ freut sich Thomas besonders auf  „seinen“ Wagen, der am Umzug teilnimmt. (34% der 31-50-Jährigen Kölner engagieren sich in Karnevalsgesellschaften). Schließlich hat auch Thomas unzählige Süßigkeiten auf den Wagen verfrachtet – insgesamt werden auf dem Rosenmontagsumzug von 10.000 Teilnehmern 150 Tonnen Wurfmaterial unter die Leute gebracht.

Während Thomas und Claudia im Karneval eine Tradition sehen, die es sich zu pflegen lohnt, ist Karneval für Jan und Julia einfach eine große Party (BCG Analyse: Trend der Eventisierung im Karneval). Besonders mögen sie jedoch, dass während der „tollen Tage“ alle Menschen gleich behandelt werden (für 54% ist das Gefühl der Gleichheit sehr oder eher wichtig).

Dazu tragen auch die Kostüme bei (58% legen Wert auf Verkleidung). Die Müllers mögen es „klassisch“: Claudia geht als Hexe, Thomas als Cowboy. Jan, inspiriert von Fluch der Karibik , hat sich für ein Piratenoutfit entschieden. Julia hingegen hat sich als ihr Idol Lady Gaga verkleidet und liegt damit 2010 voll im Trend (Männer mögen witzige Verkleidungen, für Frauen soll das Kostüm eher sexy sein).

An Aschermittwoch ist also nicht zu denken und wenn alle gemeinsam endlich wieder Viva Colonia anstimmen, schmeckt das Reissdorf Kölsch (Marktführer) dieses Jahr zur Sicherheit auch aus Pappbechern. Da simmer dabei!

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Quellen: IfD Allensbach, Emnid für „Daheim in Deutschland“, Wozi Basispaket, Statista, BCG, WDR, Festkomitee Kölner Karneval, Stadt Köln

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