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20.12.2011: Wie immer auf den letzten Drücker.

20. Dec. 2011 von Anke Strunz  

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Wir sehen: Thomas Müller. (Close Up auf sein Gesicht) Schweißperlen vermischen sich mit einer Aura aus Wut und Selbstmitleid. Dabei hatte er es sich fest vorgenommen, in diesem Jahr früher loszugehen! Schließlich muss er doch de facto nur ein einziges Geschenk kaufen: das für Claudia! Und jetzt steht er wieder hier: wenige Tage vor Heiligabend, in einer endlosen Kassenschlange. Vor und hinter ihm: Jungs und Männer, denen es ähnlich geht. Das ist kein Zufall: von den Last-Minute-Käufern sind 60% männlich.

Was er kauft? Ein Parfüm (mit 22% an sechster Stelle der beliebtesten Geschenke). Praktisch ist auch der Einpackservice. Den nimmt Thomas gern in Anspruch und ist dafür auch bereit, bis zu einem Euro zu bezahlen (72% der Deutschen legen Wert auf einen Einpackservice). Danch will er noch schnell einen Massage-Gutschein holen. Wie 42,7% der Männer denkt er, dass er mit einem Gutschein nie daneben liegen kann. Hoffentlich schafft er das!

Claudia wird’s gefallen: Ihr sagen die Geschenke des Partners am meisten zu (39% der Deutschen geht es genauso).

Bild: suedostschweiz.ch
Quellen: Goldmedia Custom Research (2009), Ebay, 2011, Novametrie 2009, Lebensmittel Praxis 2011, GfK 2011.

19.12.2011: Weihnachtliche Impressionen.

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Für weihnachtliche Gefühle gibt es heute Impressionen aus dem häufigsten Wohnzimmer Deutschlands: vom ‘Bunten Teller’ bis zur Pyramide.

18.12.2011: Advent, Advent die Tanne brennt.

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Alle Jahre wieder flitzt nicht nur der Weihnachtmann-Schlitten von Einsatz zu Einsatz, sondern auch das rote Fahrzeug der Feuerwehr. In rund 200.000 deutschen Wohnungen brennt es zur Weihnachtszeit und richtet einen geschätzten Schaden von 1 Mrd. Euro an.
Das ist Müllers eindeutig zu heikel. Und schließlich spricht nicht nur die erhöhte Brandgefahr gegen echte Kerzen am Immergrün: Wachstropfen auf dem Teppich, Kerzen wechseln und das umständliche Anzünden und Auslöschen tragen nicht gerade zur entspannten Festtagsstimmung bei. Deswegen haben sich Müllers schon vor vielen Jahren für eine elektrische Tannenbaumbeleuchtung entschieden. Rund 90% der Deutschen sind der gleichen Meinung. Damit es überall schön weihnachtlich funkelt und leuchtet werden in ganz Deutschland rund 8.500.000 Lichter am Heiligabend glänzen. Und das nicht umsonst: Rund 500 Millionen Kilowatt Strom verbrauchen deutsche Haushalte zur Weihnachtszeit.

Quellen: Süddeutsche 2006, Lebensmittelpraxis 2011, Stromvergleich.de

17.12.2011: Gans traditionell.

17. Dec. 2011 von Anke Strunz  

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Zu Weihnachten fühlen sich bekanntlich nicht nur die Gänse gestopft, sondern auch all jene, die mit Messer und Gabel bewaffnet um den Tisch herum sitzen.
Für 3 Tage wird das verhängnisvolle Wort „Kalorien“ aus dem Wortschatz gestrichen und geschlemmt, dass sich die Balken biegen. Auf diesen Teil des Festes freuen sich die Müllers schon ganz besonders, vor allem aber Jan und Thomas.
Den Anfang macht Heilig Abend: ganz gediegen mit Kartoffelsalat und Würstchen. Das ist so Tradition bei den Müllers, genau wie in 37% der Deutschen Familien.
Am ersten Feiertag gibt’s Gans mit Rotkohl und Klößen. Jammi. Die Gabel noch im Mund schließt Claudia die Augen und hängt ihren Gedanken nach. Woran sie denkt? An ihre Kindheit. Denn wie bei 41% der Deutschen kennt sie dieses traditionelle Weihnachtsgericht noch aus Kindertagen.
Für den zweiten Weihnachtsfeiertag hat Claudia Wildschwein angedacht. Damit liegt sie im Trend: laut Angaben des Deutschen Jagdschutzverbandes erfreuen sich Wildbret und Schalenwild immer größerer Beliebtheit.
Für das gesamte Essen gilt: Qualität sticht Preis. Beim Weihnachtsessen lassen sich die Müllers nicht lumpen. Wie 37% (der mittelständische Familien) geben ihr Weihnachtsbudget am liebsten für das Essen aus. Damit ist ihnen das Essen wichtiger und angenehmer als der Geschenkekauf (21%).
Und nach dem Fest folgt bittere Erkenntnis: „Schon wieder viel zu viel gegessen!“ Ganze 85,3% der Deutschen teilen diese Ansicht.

Aber Entwarnung ist angesagt.
Statistisch gesehen nehmen wir zwischen den Jahren nur 370 Gramm zu, also nicht mal ein halbes Kilo. Es gilt also die alte Weisheit: Wir nehmen nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten.
Jaja, so ist das.

Bild:putzlowitsch.de
Quelle: National Institute of Health „The New England Journal of Medicine“ (2000), Forsa/Iberogast 2010, Apotheken-Umschau 2009, Statistisches Bundesamt 2009, Deloitte 2011Deutscher Jagdschutzverband.

16.12.2011 Oh! Tannenbaum.

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Heute kauft Thomas (56% der Christbaumkäufer sind männlich) einen Tannenbaum. Denn der ist, wie für 71% der Deutschen, absolute Weihnachts-Pflicht. Einziges Problem an dem immergrünen Gehölz: die Nadeln. Rund 178.000 dieser Piekser kommen auf einen Baum (bei einer Höhe von 1,63m). Die sorgen erst für wohlriechenden Tannen-Duft und später für hausfraulichen Saug-Frust. Schließlich verhacken sich die kleinen Biester mit Vorliebe in Teppich und Sofa. Doch keine Panik – Clever Claudi hat da eine Geheimwaffe: einfach mit dem Blumensprüher regelmäßig anfeuchten. Wirkt wahre Wunder.
Wichtig ist aber auch die richtige Baumsorte. Deswegen kommt den Müllers nicht irgendein Baum in die gute Stube, nein, es muss eine Nordmanntanne sein. Die mit den weichen Nadeln und der langen Haltbarkeit.
Das Schmücken wiederum ist Frauensache. Denn 60% der Christbaum-Behänger sind weiblich. Wüssten die Müllers, dass gemeinsames Schmücken präventiv gegen Feiertags-Frust wirkt (das sagt zumindest die Syracuse University), würden sie das vielleicht ändern. Immerhin ist Familienstreit Stimmungskiller Nummer 1.
Beim Schmücken geht Claudia dann auch keine Experimente ein: Sie behängt das gut 1,69m große Prachtexemplar ganz traditionell: mit Holzfiguren, Strohsternen und roten Glaskugeln. In 47% der deutschen Wohnzimmer sieht es ähnlich aus.
Im Schnitt hat so ein Weihnachtsbaum etwa 7 Jahre hinter sich bis er festlich geschmückt die deutschen Wohnzimmer erleuchtet. Bei den Müllers wird er für wenige Wochen das weihnachtliche Highlight sein.

Quellen: EBay 2011, Forsa 2009, Venere.com, Quarks 2008, yahoo 2011, Marktagent 2011, Syracuse University.

15.12.2011: Gibt es dieses Jahr “Weiße Weihnachten”?

15. Dec. 2011 von Maryam Warnke  

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In 9 Tagen ist Heiligabend und die Müllers fragen sich: Gibt es dieses Jahr wohl eine “Weiße Weihnacht“? Bisher sieht es ja leider noch nicht so aus. Außer ein bisschen Schneematsch gab es noch nicht wirklich viel von der weißen Pracht zu sehen. Doch Claudia gibt die Hoffnung nicht auf. Wie 70% der Deutschen findet sie, dass Schnee einfach zu Weihnachten dazu gehört. Aber wie oft gab es denn eigentlich schon Schnee an den Festtagen? Letztes Jahr, erinnert sich Claudia, war zu dieser Jahreszeit alles weiß. Da gab es sogar fast ein bisschen zu viel Schnee und man hat vielerorts sogar von Schneechaos gesprochen. Davor gab es das zuletzt 1986. Laut Statistik kommt eine Weiße Weihnacht im Flachland nur sehr selten vor: Nur alle 7 bis 10 Jahre! Für dieses Jahr sehen die Schneeprognosen auch eher schlecht aus. Laut Wetter.de liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es in Köln dieses Jahr schneit sogar nur bei 0%. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja doch noch eine Kaltfront in den nächsten Tagen vorbei und beschert uns eine besinnliche Winterlandschaft passend zum Weihnachtsfest.

Quelle:
Bildquelle: blog.tigion.de
ifD Allensbach, 2001, Wetter24.de 2011, Wetteronline.de, 2011.

14.12.2011: Weihnachtsmarktvergnügen.

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Obwohl das Wetter noch keine wirkliche Winterstimmung aufkommen lässt, freuen sich die Müllers (wie 67% der Deutschen) auf die Weihnachtsmärkte in ihrer Umgebung. Claudia und ihr Mann gehen aber nicht auf irgendeinen Weihnachtsmarkt sondern auf den Weihnachtsmarkt am Kölner Dom. Der wurde nämlich kürzlich von der Fachpresse als schönster Weihnachtsmarkt Europas gekürt. Sie erfreuen sich, wie auch 160 Millionen andere Menschen in ganz Deutschland, an Glühwein, gebrannten Mandeln und Rostbratwurst. Wie die meisten Deutschen geben sie dabei ca. 30 Euro für die Weihnachtsleckereien aus, wobei das meiste wohl für den Glühwein drauf geht (der kostet im Durchschnitt 2,50 Euro). Laut des Bundesverbandes Deutscher Schausteller werden zwischen 3 bis 5 Milliarden Euro im Jahr von den über 2500 deutschen Weihnachtsmärkten erwirtschaftet.
Und bei einem Besuch wird es nicht bleiben: Wie 51% der Deutschen besuchen Claudia und Thomas den Weihnachtsmarkt mehr als einmal. Trotzdem jammern die Budenbesitzer: So große Verkaufseinbußen! Auch im Lebensmitteleinzelhandel sehen die Händler schwarz statt weihnachtsrot: So lag die Nachfrage nach Stollen, Lebkuchen, Spekulatius und Dominosteinen im Oktober um rund ein Fünftel niedriger als noch vor einem Jahr (ein Minus von 2300 Tonnen). Auch der Glühwein-Absatz verbucht aktuell ein Minus von 12% im Vergleich zum Vorjahr (fast 8500 Hektoliter).
Daher unser häufigster Aufruf an Alle: Nächste Woche noch einmal auf den Weihnachtsmarkt! Und dann soll es vielleicht sogar schneien…

Foto: Fotocommunity – Michael Gläßer
Quellen: Die Welt 2011, Der Westen 2011, Der Handel, 2011, Forsa, 2010, Bundesverband Deutscher Schausteller , 2011.

13.12.2011: Wie wär’s mit einem Buch.

Aus der Zwischenablagegroß

Claudia ist die Einkaufsverantwortliche bei den Müllers. Während die Adventssonntage an Thomas vorüber plätschern, übernimmt sie, wie 75% der Frauen, das Ruder in Sachen Weihnachtseinkäufe. Als Typ „strategischer Geschenkesammler“ kauft sie bereits ab Oktober kleine Geschenke, um sie zu gegebenem Anlass wieder zu verschenken (20% der Deutschen machen das so). Glück für Claudia, denn so muss sie sich nicht all zu oft dem vorweihnachtlichen Kauf-Terror hingeben.
Aber ein Geschenk fehlt noch: das für Thomas. In diesem Jahr tut sie sich etwas schwer. Vielleicht ein Buch? Immerhin das Weihnachtsgeschenk Nr.1 in Deutschland (62%, besonders gern von Frauen verschenkt). Mit einem Roman braucht sie ihm gar nicht erst zu kommen, das weiß Claudia. Aber ein Sachbuch? Letztens hat Thomas sich so ein Buch über Modellbau bei Amazon angeschaut und dann doch nicht bestellt (zu teuer), vielleicht schenkt sie ihm einfach das. Durchschnittlich 37 Euro wird sie für das Buch ihrer Wahl ausgeben. Da ist im Budget noch eine Kleinigkeit mehr drin. Aber die wird nicht verraten.

Bild: www.coolphotos.de
Quellen: GfK 2011, Ernst&Young 2011, FOM Hochschule für Oekonomie & Management

12.12.2011: Lecker schmecker Plätzchenbäcker.

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Den 3. Advent hat Claudia genutzt um Plätzchen zu backen. Immerhin pflegen diese Weihnachtstradition 77% der Deutschen. Damit gehört das Zuckerwerk für die Republik genau so zu Weihnachten, wie der Weihnachtsbaum (Verbreitung: 74%). Gebacken werden: Weihnachtsplätzchen nach Tante Juttas Geheimrezept. Die Rezeptur ist geheim, selbstredend, aber soviel sei verraten: es handelt sich um Ausstechplätzchen (Mit 63% die beliebtesten Plätzchen der Deutschen), die später mit Kuvertüre und Mandeln liebevoll verziert werden. Denn das Dekorieren –da sind sich 51% der Deutschen einig– ist doch das Schönste an der ganzen Adventsbäckerei.

Doch Ausstechplätzchen sind Claudia nicht genug. Einmal in Fahrt gekommen, verwandelt sich die Müllersche Küche in eine wahre Weihnachtsbäckerei: Zu Juttas Plätzchen gesellen sich dann liebevoll geformte Vanillekipferln (59%), Mürbeteigplätzchen (52%) und ein paar Makronen (43%).

Was auch nicht fehlen darf beim weihnachtlichen Kaffeekränzchen: Stollen. Der ist ein absolutes Muss für 54% der Deutschen.

Eine Hauptzutat der meisten Adventsnaschis: Zucker. Statistisch gesehen verbraucht jeder Deutsche 38kg des süßen Verführers pro Jahr. Einen Großteil davon nehmen wir über fertige Lebensmittel auf, 5,6 kg durch „aktiven Konsum“ in Tee, Tomatensoße oder eben Plätzchen.

Bild: www.augensound.de

Quelle: Dr. Oetker/Forsa 2011, Südzucker 2011, DAHEIM in Deutschland/TNS 2009.

11.12.2012: Karate zum Tatort.

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Passend zum Tatort (Einschaltquoten-Sieger am Sonntag und damit auch Favorit der Müllers) packt Claudia ihre Karate-Hand aus und trennt mit einem Schlag den Rumpf vom Körper. Jetzt wird geschlemmt: Der erste Schoko-Weihnachtsmann ist tot. Einer von rund 100 Millionen, die auch dieses Jahr wieder über die Transportbänder der Schokoladenfabriken fahren. Rund 9 Tonnen Schokolade werden dafür jährlich in Deutschland verarbeitet. Müllers klassisch roter Hohlkörper ist aus Vollmilch und von Riegelein, dem Marktführer bei Saison-Schokoladenwaren. Hier kann man sich langsam schon wieder zurücklehnen: die Hauptsaison der Weihnachtsmannproduktion startet für das Unternehmen nämlich schon im August.

Noch lieber als Schoko-Weihnachtsmänner haben Müllers allerdings Schoko-Osterhasen. 56% der Schokoladen-Hohlkörper-Produktion entfallen nämlich auf die braunen Hoppler im Aluminiumgewand. Wen wundert’s.. ist an Weihnachten doch die Auswahl an verführerischen Leckerein sooo groß.

Grafik: Milka 2002

Quelle: Horizont, Riegelein Pressemeldung 2008, LZ.net 2009, Kraft Foods/Milka. Pressemeldung 2002, Sweet Global Network 2009.

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