Kölle Alaaf!

Karneval ist einfach toll, da sind sich auch die Müllers einig (Karneval feiern ist für 65% der Gesamtbevölkerung auch heute noch zeitgemäß).

Unter dem Motto „In Kölle jebützt“ mischen sich auch Thomas, Claudia und Jan mit seiner Freundin Anna unter die 1 Million Zuschauer des Kölner Rosenmontagszuges (für 64% der westdeutschen Karnevalssympathisanten sind die Umzüge das Schönste am Karneval).

Als halbwegs aktives Mitglied in Kölns größtem Karnevalsverein „Die Grosse von 1823“ freut sich Thomas besonders auf  „seinen“ Wagen, der am Umzug teilnimmt. (34% der 31-50-Jährigen Kölner engagieren sich in Karnevalsgesellschaften). Schließlich hat auch Thomas unzählige Süßigkeiten auf den Wagen verfrachtet – insgesamt werden auf dem Rosenmontagsumzug von 10.000 Teilnehmern 150 Tonnen Wurfmaterial unter die Leute gebracht.

Während Thomas und Claudia im Karneval eine Tradition sehen, die es sich zu pflegen lohnt, ist Karneval für Jan und Anna einfach eine große Party (BCG Analyse: Trend der Eventisierung im Karneval). Besonders mögen sie jedoch, dass während der „tollen Tage“ alle Menschen gleich behandelt werden (für 54% ist das Gefühl der Gleichheit sehr oder eher wichtig).

Dazu tragen auch die Kostüme bei (58% legen Wert auf Verkleidung). Die Müllers mögen es „klassisch“: Claudia geht als Hexe, Thomas als Cowboy. Jan, inspiriert von Fluch der Karibik , hat sich für ein Piratenoutfit entschieden. Anna hingegen hat sich als ihr Idol Lady Gaga verkleidet und liegt damit 2010 voll im Trend (Männer mögen witzige Verkleidungen, für Frauen soll das Kostüm eher sexy sein).

An Aschermittwoch ist also nicht zu denken und wenn alle gemeinsam endlich wieder Viva Colonia anstimmen, schmeckt das Reissdorf Kölsch (Marktführer) dieses Jahr zur Sicherheit auch aus Pappbechern. Da simmer dabei!

karneval

Quellen: IfD Allensbach, Emnid für „Daheim in Deutschland“, Wozi Basispaket, Statista, BCG, WDR, Festkomitee Kölner Karneval, Stadt Köln

Wie die Müllers das neue Jahrzehnt begrüßen.

Im Großen und Ganzen war 2009 eigentlich ein gutes Jahr, resümiert Claudia, die gerade das Wohnzimmer dekoriert, während Thomas den Raclettegrill aus dem Keller holt (65% geben an, 2009 sei ein gutes Jahr gewesen, auch wenn  62% keine Verbesserung in 2010 erwarten).

Zwar hatten die beiden keine Vorsätze für 2009 (wie 57% der Deutschen auch), aber für Thomas könnte das neue Jahr ruhig etwas stressfreier werden (mit 59 % Platz 1 der häufigsten Vorsätze) und Claudia wünscht sich mehr Zeit für Freunde und Familie (51% Platz 2).

Aus diesem Grund hat sie Thomas überredet, zwei befreundete Ehepaare zu Silvester einzuladen, die sie schon länger nicht mehr gesehen haben. Wenn sich Claudia recht erinnert, ist das die erste Party in ihrer Wohnung seit langem.

Jan ist das eindeutig zu langweilig. Er feiert lieber zusammen mit seiner Clique. Seine Freundin Anna ist natürlich auch dabei, denn den Jahreswechsel will er unbedingt mit ihr zusammen erleben.

Für Thomas und Claudia ist das kein Problem, sie vertrauen ihrem Sohn (80% der Jugendlichen genießen das Vertrauen ihrer Eltern). Claudia lässt es sich dennoch nicht nehmen, Jan auf die Gefahren von Knallkörpern hinzuweisen. Erst letztens hat sie wieder einen Bericht auf RTL gesehen…

Doch Jan ist vorsichtig und hat nur deutsche Markenware von Weco (Marktführer) gekauft. Darauf hat auch Thomas geachtet, der insgesamt 25 Euro für die Feuerwerkskörper bezahlt hat. Den Großteil überlässt er Jan, aber für sich behält er eine symbolische Rakete und für Claudia eine goldene Fontäne, die ihr bestimmt sehr gut gefällt.

Auch wenn die Müllers dieses Jahr nicht zusammen feiern, so sitzen sie zumindest um 18.50 Uhr gemeinsam vorm Fernseher. Denn dann läuft Dinner for One im WDR. Dieser Klassiker gehört einfach jedes Jahr dazu, das findet auch Jan (bis zu 18,6 Millionen Zuschauer schauen jährlich Dinner for One).

Kurz vor 20 Uhr macht sich Jan auf den Weg zu seiner Party und der Besuch steht auch schon vor der Tür. Thomas und Claudia freuen sich auf einen entspannten Abend mit Freunden. Nach dem Essen werden sich alle gemütlich auf den Weg machen um das Feuerwerk von der Deutzer Brücke aus zu bestaunen. Thomas findet es dort zwar jedes Jahr zu voll, aber das Panorama entschädigt ihn dann doch. Spätestens jetzt wird auch die Flasche Rotkäppchen Sekt (Marktführer) geköpft, die Thomas schon vor ein paar Tagen kaltgestellt hat.

Wir wünschen den Müllers ein überdurchschnittlich frohes Neues Jahr 2010!

Quellen: Politbarometer, Forsa, statista.de, Bravo Studie, Wozibasispaket, Allianz, ZDF.

blogbild  Wie die Müllers das neue Jahrzehnt begrüßen.

(Foto: ddp)

Weihnachten 2009

„Alle Jahre wieder…“ feiern Müllers Weihnachten auf die gleiche Art und Weise, wie sie es gewohnt sind. Schließlich ist es das Traditionsfest schlechthin.

Vor allem die Familie steht, wie für über 80% der Deutschen, im Vordergrund. Wann findet man sonst die Zeit, die ganze Verwandtschaft um sich zu versammeln, wenn nicht an Weihnachten.

Heiligabend wird, wie in jedem zweiten Haushalt, im kleinen Kreis zelebriert. Nur die Großeltern kommen zu Besuch. Am Abend gibt es Claudias legendären Kartoffelsalat mit Brühwürstchen. Ein Rezept ihrer Schwiegermutter. Ihr persönlich ist da eigentlich zu viel Majonaise drin, aber Thomas und Jan mögen es so am liebsten.

Zur Kirche gehen sie schon lange nicht mehr. Jan würde sowieso nicht mitkommen und Oma und Opa sind nicht mehr so gut zu Fuß. Tatsächlich besuchen nur noch 50% der Deutschen an Weihnachten den Gottesdienst.

Nach dem Essen versammeln sich alle um den Weihnachtsbaum. Der ist Pflicht (sehen über 70% genauso) und wird jedes Jahr festlich geschmückt. Das macht die ganze Familie zusammen. Die Tanne zieren vor allem Christbaumkugeln in rot, silber und gold, sowie selbstgebastelte Strohsterne. Aus Sicherheitsgründen setzten die Müllers auf elektrische Lichterketten, genau wie die meisten Deutschen. Lametta hingegen ist bei dem Müllers verpönt.

Der Oma zu Liebe wird vor der Bescherung noch gesungen. Eigentlich hören die Müllers lieber Weihnachtshits von der CD, wie jeder zweite Deutsche. Claudia mag es gern klassisch (wie 61%) und Thomas schwört auf die typischen deutschen Weihnachtslieder á la „Oh Tannenbaum“ oder „Stille Nacht“(76%).

Jan singt mehr oder weniger halbherzig mit. Er kann es kaum erwarten die Geschenke auszupacken, die unter dem Baum liegen (für nur noch 8% steht Christi Geburt im Vordergrund, vielmehr ist es das Fest des Schenkens geworden 70%). Ob die gewünschte Spielkonsole dabei ist?

Natürlich kann man nicht immer den 100% richtigen Geschmack des anderen treffen. So ist Claudia über die Parfumauswahl ihres Mannes ein wenig enttäuscht. Wie 53% der Deutschen hat er sein Geschenk im Internet bestellt, da ihm die Innenstädte in der Vorweihnachtszeit eindeutig zu voll sind. Und dabei einfach nach dem schönsten Flacon entschieden. Aber sie zeigt es nicht. Es ist schließlich das Fest der Liebe und die Geste zählt.

Über die Weihnachtsfeiertage wird das Haus so richtig voll. Bekannte und Verwandte aus allen Himmelsrichtungen kommen zu Besuch. Immer eine schöne, aber vor allem auch anstrengende Zeit. Vor allem für Claudia. Da sie den alljährlichen Gänsebraten (50%) herrichtet, verbringt sie etliche Stunden in der Küche, bis sie das dampfende Prachtstück servieren kann.

Abseits des Esstisches wird viel Zeit vor dem Fernseher verbracht (60%). Das Programm gibt einiges her an Spielfilmen und Jahresrückblicken. Mit vollem Bauch bleiben auch nicht viele Alternativen außer faulenzen und lesen.

Nach drei Tagen mit der Familie, Freunden und einigen Kilos mehr auf den Rippen sind alle überrascht, wie schnell sie wieder rum waren. Jetzt dauert es erstmal eine Weile bis es wieder heißt „Alle Jahre wieder…“

Quellen:

Grass Roots Studie: Weihnachtseinkauf im Zeichen der Wirtschaftskrise 2009Deloitte X-Max Survey 2009 Germany, Deloitte X-Max Survey 2008 Germany, Handelsblatt – Tränen unterm Tannenbaum, 31.10.08 Katholische Nachrichtenagentur – Heiligabend gehört der Familie, 22.12.06, EMNID-Umfrage – Heiligabend verliert an Bedeutung als religiöses Fest, 18.12.07, Forsa Umfrage 2008,Emnid Umfrage 2008

Die schmutzigen Details aus dem Leben der Müllers

10. Feb. 2009 von admin  

sexy-sex

„Unser Sexleben ist gut – aber ein bisschen eingeschlafen.“

Zwar haben Thomas und Claudia immer noch zwei Mal pro Woche Sex (genau wie 75% der Deutschen) und bewerten sich ganz selbstbewusst als gut im Bett (genau wie 66% der Deutschen) –  wunschlos glücklich sind sie aber dennoch nicht. Während Thomas sich nach häufigeren Intimitäten (61% der Männer) sehnt, wünscht sich Claudia mehr Abwechslung (50% der Frauen). Gründe für das ruhigere Sexleben sieht Thomas in der fehlenden Lust Claudias (64% der Deutschen behaupten dies über ihren Partner), während Claudia Thomas’ beruflichen Stress verantwortlich macht (43% der Deutschen behaupten dies über ihren Partner).

Thomas mag am Liebsten Oralverkehr, Claudia bevorzugt die klassische Missionarsstellung.

Für den deutschen Mann ist der Blow Job das höchste der Gefühle – er rangiert auf Platz 1 der Lieblingsstellungen und ist männliche Sexphantasie Nummer 1. So auch bei Thomas. Alternativ findet er die Reiterstellung toll, in der Claudia „die Arbeit übernimmt“.

Claudia dagegen bevorzugt den Missionar und sinnliche Massagen sind ihre  Lieblingsphantasie. Aber immer nur Kuschelsex ist auch nicht ihr Geschmack. Im Gegenteil: manchmal mag sie es auch, wenn Thomas sie ein bisschen fester anpackt –  zweitliebste Stellung ist für sie die Hündchenstellung.

„Wir brauchen keinen Sex wie im Porno, aber Licht aus muss auch nicht sein!“

53% der Deutschen bestätigen: Sexleben wie im Porno muss nicht sein. So auch bei Claudia und Thomas: Gleitgel und einen Vibrator haben sie nicht im Haus (Gleitgel: 32% der Deutschen, Vibrator: 21% weltweit), aber sie besitzen ein Massage-Öl (wie bei 51% der Deutschen). Ob Licht aus oder an, das ist Claudia beim Sex völlig egal (so wie 52% der deutschen Frauen) – schließlich kennt man sich nach den vielen Jahren mit all seinen Fehlern.

„Eine halbe Stunde ist locker drin!“

Durchschnittlich hat das Ehepaar Müller 36 Minuten Sex. Dabei entfallen 18,5 Minuten auf das Vorspiel und 17,6 Minuten auf den eigentlichen Geschlechtsverkehr.

„Sex im Freien? Das hatten wir bisher noch nicht“

Nur 47% der Deutschen haben Erfahrung mit Outdoor-Sex. Zwar träumen Thomas und Claudia von Sex im Auto (für 50% die beliebteste Phantasie), am Strand (47%) oder im Park (39%) – aber ergeben hat es sich nie. Stattdessen ist die Wohnung beliebtester Sexspielplatz: am Häufigsten haben die Deutschen im Schlafzimmer Geschlechtsverkehr, gefolgt von Badezimmer, Wohnzimmer und Küche.

„Einen Orgasmus vortäuschen? Das hat doch fast jede Frau schon mal gemacht!“

Falls es bei Claudia mit dem Höhepunkt nicht klappt, scheut sie sich nicht, auch mal zu schummeln: So wie 70% der deutschen Frauen (Basis: Frauen zwischen 20-35 Jahre) hat auch sie Thomas schon mal einen Orgasmus vorgetäuscht. Und leider muss sie das seit ihrer Heirat öfter tun: Während sie damals – als unverheiratete Frau –  jedes zweite Mal bei Thomas im Bett gekommen ist, reicht es in der Rolle als Ehefrau nur fast jedes dritte Mal zum Orgasmus. Thomas dagegen konnte seine Orgasmushäufigkeit im Laufe der Ehejahre sogar minimal steigern (von 77%-iger Höhepunktswahrscheinlichkeit auf 80%).

„Wenn es um sexuelle Wünsche geht, hat Thomas das Wort.“

Angelegenheiten, wie Flauten im Bett oder neue Sexpraktiken, werden in der Beziehung eher von Thomas thematisiert. Er spricht ganz offen aus, was er sich im Schlafzimmer wünscht (so wie 62% der Männer), während Claudia sich auf diesem intimen Themengebiet etwas leiser artikuliert (nur 53% der Frauen reden offen über sexuelle Wünsche).

„Selbstbefriedigung und Fremdgehen kommt natürlich auch bei uns vor.“

Thomas onaniert wöchentlich (53%), während Claudia diesem Verlangen wesentlich seltener nachgibt (nur 27% der Frauen befriedigen sich wöchentlich selbst).  Einen Seitensprung gab es auch schon: 37,1% der Männer und 38,9% der Frauen geben einen solchen Fehltritt zu. Aber wo genau fängt Fremdgehen  an? In Thomas’ Augen bedeutet es Geschlechtsverkehr (44% der Männer), während in Claudias Augen auch Küssen schon als Fremdgehen zählt (Küssen: 39% der Frauen, Sex: 38% der Frauen). Insgesamt hatten Claudia und Thomas in ihrem Leben 6 Sexpartner, darunter aber kein One-Night-Stand (nur 36% der Deutschen haben ein solches erlebt).

„Der größte Lustkiller ist, wenn Thomas Mundgeruch hat!“

Bringt ein Mann ungebetene Gerüche mit ins Bett, sehen Frauen rot. Für Claudia steht dabei an erster Stelle der Mundgeruch (für 91% der Frauen Abturn Nummer 1), kurz gefolgt von unangenehmen Gerüchen in der erogenen Zone (für 82% der Frauen Abturn Nummer 1). Aber neben Gepflegtheit erwartet Claudia auch von Thomas, dass er sich Zeit für sie nimmt: ein Vorspiel wünschen sich 72% der deutschen Frauen von ihren Partnern und sofortiges Einschlafen nach dem Sex wird überhaupt nicht gern gesehen (60% der Frauen).

„Bei Jan und seiner Freundin war es mit 16 Jahren so weit.“

Jan wurde von seinen Eltern aufgeklärt (so wie 65% der deutschen Jungen), sodass er bei seinem ersten Mal bereits eingehend über Verhütung bescheid wusste. Das Ereignis „erstes Mal“  hat er mit seiner Freundin genau geplant (so wie 63% der deutschen Jungen) und mit Kondom verhütet (66% der deutschen Jungen).

Quellen: Durex Sexreport 2007 und 2008, Pro 7 Sexreport, Neon Magazin

Rauf auf’s Sofa!

Geschafft… endlich Feierabend!

Thomas sucht in seiner Hosentasche nach dem Wohnungsschlüssel und öffnet die Tür. Jetzt heißt es erstmal: Entspannen. Das machen die Müllers in ihrer Freizeit am liebsten. Und nach so einem harten Arbeitstag hat sich Thomas das Ausspannen auch mehr als verdient. Ebenso wie das leckere Abendbrot, mit dem Claudia und Jan bereits auf ihn warten. Zu Abend essen die drei immer gemeinsam. So viel Familie muss sein!

Danach schnappt sich Thomas ein Bier aus dem Kühlschrank und verzieht sich aufs Sofa. Hätten die Müllers einen Balkon oder eine Terrasse, wäre das im Sommer sicherlich auch eine Feierabend-Option. Aber selbst dann gilt: Das Sofa ist und bleibt die unangefochtene Nummer eins. Wie beliebt das Möbelstück ist, wird bereits klar, schaut man sich an, wie lange es in deutschen Wohnzimmern verweilen darf: Ganze 10 Jahre sind das im Durchschnitt. Also wird sich Thomas noch eine Weile auf der orangen Couch räkeln können.

Gerade hat er sich die Fernbedienung geschnappt und zappt durch die Programme. Fernsehen ist eben immer noch das Größte. Und auch damit ist der Familienvater nicht allein. Mit 97 % Zustimmung ist es bei weitestem immer noch die beliebteste Freizeitaktivität in Deutschland. Und wenn Thomas es sich erstmal auf den Polstern gemütlich gemacht hat, so ist er so schnell auch nicht mehr davon weg zu bewegen. Schließlich kann er von hier aus alles prima erledigen: Wenn er auf Fernsehen keine Lust mehr hat, schnappt er sich eben den Telefonhörer oder was zu lesen, macht ein Nickerchen oder knabbert ein paar Chips.
 Claudias Feierabend sieht da schon ein bisschen anders aus. Wenn sie mittags nach Hause kommt, widmet sie sich zuerst dem Briefkasten. Nachdem sie die Post gecheckt hat, setzt sie sich mit der Zeitung in die Küche und trinkt einen Kaffee. Und natürlich ist da auch noch Jan, der meist ziemlich hungrig aus der Schule kommt. Das genießt Claudia besonders: Während sie das Essen macht, kann sie Jan von ihrem Tag erzählen und manchmal auch ein bisschen was von dem erfahren, was er so treibt.

Abends setzt sich Claudia gerne zu Thomas aufs Sofa. So auch heute. Schließlich kommt ihre Lieblings-Serie im Fernsehen: Criminal Intent. Während sie so dasitzen, muss Claudia lachen. Zum ersten Mal fällt ihr auf, dass die Sitzordnung auf dem Sofa genau der in ihrem Auto entspricht: Thomas links von ihr, Claudia rechts auf dem Beifahrersitz. Aber natürlich ist auch das kein Zufall. Mehr als die Hälfte der deutschen Ehepaare würden sich wundern, wüssten sie, dass es ihnen genauso geht.

Um 22.37 Uhr gehen beide ins Bett. Schließlich ist es ein ganz normaler Abend – wie er in jeder deutschen Familie so sein könnte.

Quellen:
Umfrage zum „deutschen Sofaverhalten“ von Bemz
ACNielsen Freizeitstudie
„Ipsos“-Studie im Auftrag von „Das Haus“ zu den Lieblinsplätzen im eigenen Haus
„Ipsos“-Studie im Auftrag von „Das Haus“ zu den Tätigkeiten, die nach dem Nachhausekommen als erstes verrichtet werden

Ein Hauch von Weltpolitik. Die Müllers im Sommerurlaub 2007.

Es ist Urlaubszeit und die Müllers fahren auch dieses Jahr nach Mecklenburg Vorpommern. Diesmal haben sie sich sogar bei Amazon einen Reiseführer bestellt.
 Doch es muss nicht wieder Usedom sein, die Insel kennen sie inzwischen fast auswendig. Der G8-Gipfel hat ihr Interesse geweckt, daher schlagen sie diesen Sommer ihr Lager in einer Pension in Kühlungsborn auf – ganz um die Ecke vom mittlerweile prominenten Heiligendamm.
Dort mieten sie sich für 11 Tage von Mittwoch, den 25.7., bis zum Samstag, den 4.8.07, ein Appartement in einer netten Pension, da Jan am 8. August wieder zur Schule muss. Claudia hat darauf bestanden, am Sonntag zuhause zu sein, damit Jan sich in Ruhe auf den Schulstart vorbereiten kann.

Thomas hat alles Nötige für den Urlaub im Internet recherchiert und dann kurz bei der Pension Sailor’s Inn durchgerufen, wo er für zehn Nächte 980 Euro bezahlen muss.

Insgesamt lassen sich die Müllers ihren Urlaub etwas mehr als 1800 Euro kosten. In zwei Wochen werden sie sich mit ihrem Auto aufmachen, um die schönsten Tage im Jahr beim Entspannen oder Meerbaden zu verbringen. Claudia freut sich darauf, viel Zeit füreinander zu haben und mal einen Mecklenburger Pflaumenbraten mit Rotkohl und Salzkartoffeln zu genießen.

Und sicher steht auch mal ein Ausflug in einen Freizeitpark oder ins benachbarte Heiligendamm an: Darauf sind Thomas und Jan schon ganz gespannt und wenn Claudia ehrlich ist, dann möchte auch sie mal sehen, wie denn die High Society so getagt hat.

heiligendamm

Quellen: ADAC, ADAC Reisemonitor 2007, Europ Assistance Urlaubsbarometer 2007, F.U.R. Reiseanalyse 2007, Statistisches Landesamt Mecklenburg-Vorpommern

Silvester im Hause Müller.

Am Silvesterabend sind die Müllers bei einer befreundeten Familie zum Abendessen und gemütlichem Beisammensein eingeladen. Auch Jan ist dabei, da er noch zu jung ist, um schon alleine mit Freunden feiern gehen zu dürfen.

Der Abend beginnt mit einem ausführlichen Raclette-Essen im Wohnzimmer. Nachdem man noch eine ganze Weile in Gesprächen vertieft ist, wird gemeinsam Blei gegossen. Um 22.30 Uhr sitzen dann alle vor dem Fernseher, um sich „Dinner for One“ im WDR anzuschauen. Dazu werden als typisches Silvestergebäck Berliner gereicht.

Kurz nach elf Uhr verlassen alle gemeinsam das Haus, um sich in Richtung Kölner Innenstadt aufzumachen. Ziel ist die Deutzer Brücke, die traditionell für die Feiernden gesperrt ist, und wo die Müllers mit ihren Freunden das Feuerwerk anschauen wollen. Auch Claudia, Thomas und Jan haben ein paar Raketen und Böller dabei. Schon am 30. Dezember haben sie die Pyrotechnik im Wert von 25 Euro besorgt.

Dieses Jahr hält sich Claudia beim Abfeuern der Raketen nicht im Hintergrund, sondern greift selbst zum Feuerzeug. Zum Abschluss wird noch die mitgebrachte Flasche Rotkäppchen Sekt geöffnet und alle stoßen auf das neue Jahr an. Und sogar Jan darf ein eigenes Glas zum Anstoßen haben.

müller_silvester

Weihnachten bei den Müllers.

Besinnliche Adventszeit.

Weihnachten steht bei den Müllers unmerklich vor der Tür. Überall wo Claudia, Thomas und Jan hinschauen, beginnen die ersten Vorbereitungen auf die stimmungsvolle und gemütliche Jahreszeit.

Besonders Claudia freut sich auf den familiären Höhepunkt des Jahres, aber auch Thomas schätzt die gemütliche Zeit im Kreise seiner Lieben und die festliche Atmosphäre auf den Straßen von Köln.
 Vor allem der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt macht Claudia und Thomas Spaß und wird als Gelegenheit genutzt, mit Freunden zusammen zu sein.

Weihnachten hält Einzug.

Schon heute sieht es im Wohnzimmer der Müllers festlich aus. Claudia hat noch rechtzeitig vor dem ersten Advent einen schönen Adventskranz besorgt: Klassisch gehalten mit weißen Kerzen und roten Schleifen. Besorgt hat sie ihn in einem Blumenfachgeschäft.
 Auch das Fenster wird mit einem klassischen weißem Lichterdreieck dekoriert, das bereits die letzten Jahre zum Einsatz gekommen ist. Abgerundet wird das Ganze durch die vorweihnachtliche Pflanze Nr.1, den roten Weihnachtsstern, und vielen kleinen Deko-Artikeln, die Claudia liebevoll arrangiert hat. Den obligatorischen Adventskalender gibt es auch bei den Müllers, er hängt in der Küche.
Zu jedem Adventssonntag – aber nicht nur – werden die Müllers gemütlich zusammensitzen und Weihnachtsgebäck wie Printen, Lebkuchen und Kekse essen. Am ersten Adventsonntag hat Claudia letztere selbst gebacken und verziert, wie sie es schon seit Jahren macht. Im Schrank stehen neben den selbstgebackenen auch die gekauften Weihnachtskekse von „Comtessa“ und „Akora Lebkuchenherzen Vollmilch“ von Bahlsen. Die weihnachtliche Völlerei hat bereits begonnen, wird aber nicht so schlimm enden, wie oft befürchtet: Entgegen der Sorgen von Claudia werden die Naschereien am Ende des Jahres gerade mal mit 370g Mehrgewicht auf der Waage vermerkt werden.

Geben ist seliger denn nehmen.

Auch wenn Geschenke erst auf Rang drei der Prioritätenliste stehen, verursachen sie doch den meisten Stress. Claudia und Thomas finden die Kaufhäuser viel zu voll, sodass sie den Einkauf eigentlich nicht genießen können. Daran führt jedoch kein Weg vorbei.
 Gefühlt ist auch alles wieder teurer geworden: Irgendwie sind die Müllers dann doch der Meinung, sie hätten dieses Jahr weniger Geld zur Verfügung. Allerdings werden deshalb nicht zwangsläufig sparsamer damit umgehen. In absoluten Zahlen werden die Weihnachtsausgaben im Schnitt insgesamt 435 Euro betragen. Davon werden insgesamt 287 Euro in Geschenke investiert, während der Rest für Essen und Accessoires ausgegeben wird. Erdacht und gekauft werden die Geschenke meist auf den letzten Drücker.
 Dabei wird Jan von seinen Eltern für rund 80 Euro beschenkt. Ganz oben auf der Wunschliste standen wieder einmal teure Elektronikgeräte wie ein neues Handy und ein eigener PC (siehe Wunschzettel im Wohnzimmer), aber Claudia und Thomas schenken ihrem Sohn wohl “nur”  ein Spiel für seine Nintendo-DS-Konsole (Top-Seller bei Amazon: Need for Speed Carbon) und Fußballschuhe (vom Marktführer Adidas). Damit wird er auch ziemlich zufrieden sein, denn Markenmode und Computerspiele stehen bei Jungs wie Jan nach wie vor hoch im Kurs.
 Von seinen Großeltern und sowie Tante und Onkel gibt es außerdem noch etwas Bargeld, insgesamt hat Jan damit 77€ auf dem Gabentisch liegen.

Während Claudia ihrem Thomas die Wünsche von den Augen ablesen kann, ist es für Thomas etwas schwieriger, die Wünsche seiner Liebsten zu erfüllen. Sie weiß einfach nicht, was sie sich zu Weihnachten wünschen soll, weil sie schon alles hat. Da Thomas nicht so recht weiß, womit er seiner Familie eine Freude machen kann, lässt er sich gerne inspirieren. Meistens von Anregungen oder einem Wunschzettel, oft aber auch durch Gespräche mit Freunden.
 So kommt es auch, dass er Claudia mit dem beliebten Beatles-Album „Love“ zwar eine kleine Freude machen, aber den Nagel nicht genau auf den Kopf treffen wird.
 Claudia wird ihm aber nicht böse sein, zumal sie wie letztes Jahr vereinbart hatten, nicht allzu viel Geld füreinander ausgeben zu wollen. Mit ihrem Geschenk, der DVD „Pirates of the Caribbean“, die ja der Renner ist, liegt sie trotzdem goldrichtig – und hat an Johnny Depp und Orlando Bloom selbst noch was zu schauen. 
Auch Jan macht seinen Eltern eine Freude, indem er seinem Vater das Buch „König Schumi – Sein Leben, seine Siege, seine Tränen“ schenkt, das innerhalb einer Woche in die Bestsellerlisten geschossen ist und ihrem gemeinsamen Idol Michael Schuhmacher huldigt. Seine Mutter bekommt von ihm selbstgebackene Kekse, die er in der Schule gemacht hat.

Bald geht’s los.

Zwar werden schon seit Anfang Dezember die ersten Weihnachtsbäume zum Verkauf angeboten. Doch bis Thomas selbst zuschlägt, vergeht noch eine Weile. Erst kurz nach dem dritten Advent wird er sich darum kümmern. Claudia hat zwar immer wieder Sorge, dass die schönen Exemplare dann schon weg sind. Aber andererseits: Wo soll der Baum auch die ganze Zeit rumstehen? Der Baum würde in der gemütlich hergerichteten Wohnung nur stören.
 Wenn es soweit ist, wird sich Thomas für eine Nordmann-Tanne entscheiden, die gute 1,60 Meter misst und rund 20 Euro kostet.
 Die Dekoration wird dann wieder hauptsächlich bei Claudia liegen. Wie im Jahr zuvor wird der Baum am 23.12. zusammen mit Jan mit Kugeln und Glasschmuck, sowie einer Lichterkette geschmückt. Letztere hat schon vor einer Weile die traditionellen Kerzen abgelöst, weil sie sicherer und schneller aufzuhängen ist und praktischerweise wiederverwendet werden kann.

Die Festtage im größeren Kreis der Familie.

Weihnachten im Kreise der Familie zu verbringen bedeutet für die Müllers auch, Jans Großeltern zu besuchen. Das geht vor allem auf Claudias Initiative zurück. So werden an den beiden Feiertagen erst Claudias und dann Thomas Eltern besucht.
 Heiligabend selbst verbringen die Müllers zu dritt im weihnachtlichen Wohnzimmer. Gesungen wird dabei nicht, dafür stehen vormittags Filmklassiker wie z.B. „Kevin alleine in New York“ hoch im Kurs.
 Am Nachmittag gehen die Müllers in den weihnachtlichen Gottesdienst. Dabei ist es weniger die religiöse Verbundenheit als die Pflege einer schönen Tradition, die sie in die Kirche treibt.
 Abends wird es ganz unspektakuläre Hausmannskost geben: Mit Kartoffelsalat und Würstchen waren Claudias Männer im letzten Jahr total zufrieden – und aufwendige Kost wartet sowieso bei den Großeltern auf sie.
 Die Stimmung wird dabei gemütlich und friedlich sein, streiten an Weihnachten will doch keiner.

müllers_weihnachten

Quellen: Chrismon 2006, Focus 12/06, www.kerzenguete.com, Fachverband deutscher Floristen, www.gesundheit.de, Deloitte, W&V CIA Studie, W&V Kids VA2006, http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/nachrichten/umfrage-weihnachten/80701.asp, Spiegel Online, Hamburger Gartencenter und Baumschulen, Hauptverband der deutschen Holzindustrie, Käthe Wohlfahrt 12/04.

Jan wird 13!

Am 15. Juli 2006 wird Jan 13 Jahre alt. Da der Geburtstag auf einen Samstag fällt und die Wetteraussichten für das Wochenende super sind, wird er, wenn nichts schief geht, mit einigen Freunden (die noch nicht im Urlaub sind) und seinem Vater ins Freibad gehen und danach noch ins Kino. Eine Feier im Wohnzimmer findet also nicht statt.

Jans Wunschzettel:

Elektronik und Fußball!

Jans größter Wunsch ist ein neues Handy, nachdem sein jetziges nicht mehr up-to-date ist. Dabei bevorzugt er wie die meisten Gleichaltrigen ein Markenmodell, welches die aktuell angesagten Features wie Kamera etc mitbringt. Favorit ist und bleibt die Marke Nokia. Super wäre natürlich ein Spitzenmodell wie das Nokia N91, das Musik, Kamera und Internet bietet. Dass das natürlich viel zu teuer ist, weiß Jan aber selber. Toll wäre auch ein eigener PC, den sich wie Jan fast die Hälfte aller Jugendlichen wünscht. Dann könnte er Computer spielen, wann und solange er will. Aber auch hier glaubt er nicht wirklich daran, dass seine Eltern das Portemonnaie so weit aufmachen.
 Also wünscht sich Jan lieber ein neues Spiel für seinen Nintendo. Mitten im WM-Fieber gibt es natürlich keine Alternative zum neuen Fussball-Kracher Fifa 2006 – nicht zuletzt weil Jans Lieblingsspieler Lukas Podolski sein Gesicht dafür hergegeben hat. Mit Fifa 2006 könnte er nun die WM noch einmal nachspielen und sich Torjägerkrone und Titel holen. Apropos WM und Podolski. Ein absolutes Muss ist natürlich ein Trikot der Deutschen Nationalmannschaft mit der Rückennummer 20!

Und was bekommt Jan nun zum Geburtstag?

Jans Wunschzettel ist nicht von schlechten Eltern: wie bei den meisten Jugendlichen sind es teure und aufwendige Sachen, die sich Jan wünscht. Gerne würden ihm Thomas und Claudia mehr als letztes Jahr schenken. Allerdings setzt sich auch bei den Müllers der Spar-Trend fort: die Haushaltskasse gibt einfach nicht mehr her.
 Aber ein paar schöne Sachen bekommt er dann doch: Weil auch Claudia und Thomas im Fußball-Fieber und große Fans der deutsche Mannschaft sind, schenken sie ihrem Sohn das Poldi-Trikot und außerdem das Spiel für den Nintendo. Daneben bekommt er noch ein wenig Kleinkram wie z.B. Süßigkeiten. 
Anders als Jan halten sie ein neues Handy jedoch für total übertrieben – schließlich gibt es jetzt schon hin und wieder Ärger wegen der Prepaid-Kosten durch die vielen SMS, die Jan schreibt. Wie letztes Jahr sagen sie Oma & Opa, dass sie Jan Geld schenken sollen. Dann kann er sich einen weiteren Wunsch einfach selbst erfüllen. Laut Statistik wird Jan von seinen Großeltern und anderen Verwandten rund 86 Euro bekommen.

Podolski Geschenk  Jan wird 13!

Quellen: Studie “Bravo Jugend Faktor”; KidsVA 2005; Playboy.de; KinderCampus.de

Die Müllers im Urlaub.

Auch in 2006 steht für die Müllers wieder eine Reise nach Usedom in die Stadt Bansin an. Nicht nur, weil es ihnen letztes Jahr so gut dort gefallen hat, sondern auch weil sie sich nun auch ein wenig besser in dem Ort auskennen. So können sie ihre Planungen einfacher umsetzen. Im Internet fanden sie eine tolle Ferienwohnung relativ nah am Strand, die ihnen schon letztes Jahr aufgefallen war.

So haben sie über www.ufer-boehm.de/schloonvillen.html die Unterkunft selbst gebucht und werden dann wieder mit dem Auto anreisen. Die Kosten sind akzeptabel: für die elf Tage bezahlen die Müllers 825€. Dafür ist aber auch viel Platz vorhanden, um sich mal aus dem Weg gehen zu können.

Dass der Urlaub in Deutschland auch nicht billiger als in den sonnigen Nachbarländern Spanien und Italien ist, stört sie nicht weiter, denn für die schönste Zeit im Jahr – dem Urlaub – gilt das Motto „geiz ist geil“ nicht.

Natürlich müssen sie auch schauen, wo das Geld bleibt, aber da sie in einer Ferienwohnung wohnen werden, halten sich die Nebenkosten in Grenzen. Natürlich werden sie mal schick essen gehen, doch zumeist wird in der Küche gemeinsam gekocht.

Sie freuen sich jetzt schon auf die schöne Zeit, würden aber evtl. auch noch einen kurzen Stadturlaub im Januar machen. Da Jan am 9.8.06 wieder die Schule besuchen wird, haben die Müllers den Urlaub vom 28.7.2006 – 7.8.2006 geplant.

Urlaub

Quelle: ADAC Reisemonitor 2009