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Die Müllers und die Griechenlandkrise.

Eine Anmerkung vorab: Wir erforschen die Müllers und ihre Einstellungen anhand statistischer Daten. Dabei interessiert uns nicht nur ihr Konsumverhalten, sondern auch was sie zu allgemeinen Themen denken. Folgende Darstellungen entsprechen aktuellen Daten – nicht mehr und nicht weniger. Werfen wir also Licht auf die Frage: Europa in der Krise, was denken die Müllers darüber?

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Das politische Streitthema Griechenland spielt auch im Hause Müller eine große Rolle. Schließlich hören und lesen Claudia und Thomas seit Wochen nichts anderes mehr.

Dass Deutschland Griechenland nun mit einem Milliardenkredit unterstützt, wollen Thomas und Claudia nicht befürworten (57% sagen, dies sei eine schlechte Entscheidung).

Denn auch wenn für Thomas die Griechen an der Krise selbst Schuld sind (59% sehen das so), rette man ja eh wieder nur die Banken (53%  sind nur für Hilfe, wenn sich auch die Banken daran beteiligen).

Die einfachste Lösung wäre, wenn man Griechenland aus der Eurozone ausschließt, findet Thomas (45%). Claudia ist jedoch nicht für solche radikalen Maßnahmen und gehört damit zur leichten Mehrheit (49%).

Denn auch wenn die Milliardenhilfe bestimmt irgendwie die deutsche Wirtschaft beeinträchtigt („eher ja“ sagen 40,1%), ist die akute Gefahr für Claudia und Thomas noch nicht in Sicht (53% sagen, die griechische Schuldenkrise beeinflusst Deutschland „nicht so stark“).

Das erklärt auch, wieso Thomas und Claudia ihren privaten Haushalt, wie schon vor zwei Jahren, mit „befriedigend“ bewerten (39,7%).

Die Griechenlandkrise spielt sich also vorrangig in den Medien ab und hat (noch) keinen direkten Einfluss auf das Verhalten der Müllers.

Am Urlaub werden sie jedenfalls auch in diesem Jahr nicht sparen und wie gewohnt an die deutsche Ostseeküste fahren (Ostsee beliebtestes Reiseziel der Deutschen. Griechenland liegt im Vergleich auf Platz 5).

Quellen: Emnid für N24, Infratest dimap,  ZDF Politbarometer, YouGov 12nach12, TdW 2010 III, ADAC

Alles Gute zum Muttertag!

09. May. 2010 von Tim Kestermann  

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Insgesamt 68% der Deutschen halten den Muttertag für zeitgemäß.

So ist es für Thomas und Jan Ehrensache, sich mit durchschnittlich 25 EUR am Schnittblumenumsatz zu beteiligen, um Claudia eine Freude zu machen (auf mehr als 100 Mio. EUR steigt der Blumenumsatz in der Muttertagswoche).

Doch wichtiger als ein Strauß Blumen sind für Claudia die emotionalen Werte, die ihr ihre zwei Männer geben. So bedeutet für sie Familie in erster Linie gegenseitige Hilfe (84%), Liebe (83%) und Vertrauen (81%).

Jan ist ein Wunschkind, bzw. war es für Claudia und Thomas absolut klar, später einmal Kinder zu haben (77% der Deutschen finden das wichtig bis sehr wichtig). Und sie bereuen es nicht – wie 70% der Deutschen genießen sie ihre Elternrolle.

Dabei zählt sowohl das junge Elternglück als auch das gute Gefühl, im Alter nicht allein zu sein (77% der Männer und 82% der Frauen sagen, die Familie gibt beim Gedanken an das Alter Zuversicht).

Und auch für Jan ist die Familie, Pubertät hin oder her, wichtig zum Glücklichsein (72% der Jugendlichen im Alter von 12-25 bejahen dies).

Dabei übt in der Familie die Mutter den wichtigsten Einfluss auf die Entwicklung aus (zu 48% sind es die Mütter, nur zu 39% die Väter). Das erstaunt nicht, hat Jan als Kind im Durchschnitt pro Tag 3 Stunden mehr mit Claudia als mit Thomas verbracht (mit dem Kind verbrachte Stunden werktags: Mütter 5,1 Std. vs. Väter 2,1 Std.).

Natürlich waren sich auch Thomas und Claudia in der Erziehung nicht immer einig (für 45% der Eltern ist die Kindererziehung ein Streitthema). Doch  in den wichtigsten Punkten herrscht Einvernehmen: Jan soll höflich sein und sich gut benehmen (88%), Arbeit ordentlich und gewissenhaft tun (76%), durchsetzungsfähig sein und vielseitige Bildung erfahren (jeweils 74%).

Auch wenn Jan das nicht immer passt – besonders nervt ihn das Genörgel er säße zu viel vorm TV und PC (für 85% der Eltern Erziehungsproblem Nr. 1) – versteht er sich mit seinen Eltern ganz gut (52% der Jugendlichen „kommen klar“).

Wie 49,8% der Deutschen würde er seiner Mutter sogar den Oscar verleihen. Wenn Claudia das wüsste, wäre ihr Tag bestimmt perfekt…

Wir wünschen Claudia und 25,04 Mio. Müttern in Deutschland (davon 8,9 Mio. mit Kindern unter 18 Jahren im Haushalt) einen überdurchschnittlich schönen Muttertag!

muttertag

Quellen: Polit/Usuma für Focus, Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), IfD Allensbach, SOEP, Shell Jugendstudie, Forsa für Johanniter Unfallhilfe, IfD Generationenbarometer, IfD für Stiftung Lesen, TNS Infratest, Typologie der Wünsche TdWi 2010 III, Statistisches Bundesamt.

Spezial: Kleines Deutschland.

Auch wenn Jan Müller mit 16 aus dem Gröbsten raus ist, haben wir im Planning ein Herz für Kinder.

Kinder sind die Zukunft – und der bald erscheinenden Studie „Kids Markets“ des Zukunftsinstituts zufolge, auch einflussreiche Konsumenten.

Einen besonders informativen Querschnitt der Kinderforschung präsentierte zuletzt das ZEIT Magazin.

Unter dem Titel „Kleines Deutschland: 26 Wahrheiten über die Kinder von heute“ präsentiert Matthias Stolz spannende Einsichten in Deutschlands Kinderzimmer.

Wir freuen uns, aus Deutschlands häufigstem Wohnzimmer diesen Blick in Deutschlands Kinderzimmer werfen zu können und bieten den Artikel als PDF zum Download an.

Vielen Dank an das ZEIT Magazin, Matthias Stolz und Ole Häntzschel!

Download: Kleines Deutschland.pdf

Claudia und die Karwoche.

Die ersten Sonnenstrahlen des Jahres scheinen in Deutschlands häufigstes Wohnzimmer  und sorgen auch bei Claudia für gute Laune. (Wie 55% der Deutschen freut sie sich nach dem langen Winter in diesem Jahr ein bisschen mehr auf den Frühling als sonst).

Leider bringt die Sonne auch den Schmutz ans Licht.

„Zeit für den Frühjahrsputz“,  denkt sich Claudia, die wie 69% Wert darauf legt, dass zuhause alles blitzt und blinkt. So kurz vor Ostern bietet sich eine Grundreinigung geradezu an (63% der Deutschen machen Frühjahrsputz).

Eine Putzhilfe hat sie nicht beschäftigt (wie offiziell 90% der Deutschen), so dass sie kurzerhand selbst zum Haushaltsreiniger von Aldi greift (mit 28% Marktführer) und ordentlich Klarschiff macht (Top 3 der deutschen Markenreiniger: Mr. Proper 23%, Der General 18%, Frosch 15%).

Da Claudia bereits die täglichen Haushaltsaufgaben erledigt hat (pro Woche wird im Durchschnitt täglich 1 Stunde in Hausarbeit investiert), widmet sie sich beim Frühjahrsputz vorrangig aufwendigeren Bereichen: Fenster putzen, Gardinen waschen und endlich auch mal ein bisschen entrümpeln. Vielleicht ist da ja auch noch etwas dabei, das auf dem Flohmarkt oder bei Ebay versilbert werden kann. (Im Schnitt schlummern in deutschen Haushalten kostbare ungenutzte Gegenstände im Wert von 1.013 EUR und 67% der deutschen Online-Nutzer haben einen aktiven Ebay-Account).

Nachdem sie fertig ist, kann sie sich endlich dem schöneren Teil der Frühjahrsfreude widmen: der Osterdekoration. So zieht der Frühling auch in Müllers Wohnzimmer ein (41,2% der Deutschen geben an, ihr Zuhause vor Ostern aufwendig zu dekorieren).

Während Claudia für die diesjährige Deko sogar wieder selbst die Ostereier bemalt, kann Thomas dem Ganzen weniger abgewinnen (52,9% der Frauen, aber nur 21% der Männer bemalen zu Ostern Eier).

Ostern als Fastenzeit ist für die Müllers theoretisch ein Thema (48% finden den über Wochen andauernden Verzicht auf Genussmittel oder Konsumgüter sinnvoll bis sehr sinnvoll). Das heißt aber noch lange nicht, dass sie tatsächlich selber fasten. Doch würden sie es tun, könnten sie am ehesten auf Alkohol (64%) und Süßigkeiten (59%) verzichten.

Jan, mit 16 Jahren der jüngste Müller, setzt ganz andere Prioritäten: ihn interessiert zu Ostern nur das lange Wochenende (wie 41,5% der unter 34-Jährigen) – und das verbringen sie diesmal in ihrem besonders sauberen Wohnzimmer.

Frohe Ostern!

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Quellen: Sevenonemedia, TNS Infratest, VuMa08, VA 2009, ebay/TNS Infratest/terapeak, paypal, Forsa, Grass Roots, Ipsos für Living at Home

Kölle Alaaf!

Karneval ist einfach toll, da sind sich auch die Müllers einig (Karneval feiern ist für 65% der Gesamtbevölkerung auch heute noch zeitgemäß).

Unter dem Motto „In Kölle jebützt“ mischen sich auch Thomas, Claudia und Jan mit seiner Freundin Julia unter die 1 Million Zuschauer des Kölner Rosenmontagszuges (für 64% der westdeutschen Karnevalssympathisanten sind die Umzüge das Schönste am Karneval).

Als halbwegs aktives Mitglied in Kölns größtem Karnevalsverein „Die Grosse von 1823“ freut sich Thomas besonders auf  „seinen“ Wagen, der am Umzug teilnimmt. (34% der 31-50-Jährigen Kölner engagieren sich in Karnevalsgesellschaften). Schließlich hat auch Thomas unzählige Süßigkeiten auf den Wagen verfrachtet – insgesamt werden auf dem Rosenmontagsumzug von 10.000 Teilnehmern 150 Tonnen Wurfmaterial unter die Leute gebracht.

Während Thomas und Claudia im Karneval eine Tradition sehen, die es sich zu pflegen lohnt, ist Karneval für Jan und Julia einfach eine große Party (BCG Analyse: Trend der Eventisierung im Karneval). Besonders mögen sie jedoch, dass während der „tollen Tage“ alle Menschen gleich behandelt werden (für 54% ist das Gefühl der Gleichheit sehr oder eher wichtig).

Dazu tragen auch die Kostüme bei (58% legen Wert auf Verkleidung). Die Müllers mögen es „klassisch“: Claudia geht als Hexe, Thomas als Cowboy. Jan, inspiriert von Fluch der Karibik , hat sich für ein Piratenoutfit entschieden. Julia hingegen hat sich als ihr Idol Lady Gaga verkleidet und liegt damit 2010 voll im Trend (Männer mögen witzige Verkleidungen, für Frauen soll das Kostüm eher sexy sein).

An Aschermittwoch ist also nicht zu denken und wenn alle gemeinsam endlich wieder Viva Colonia anstimmen, schmeckt das Reissdorf Kölsch (Marktführer) dieses Jahr zur Sicherheit auch aus Pappbechern. Da simmer dabei!

karneval

Quellen: IfD Allensbach, Emnid für „Daheim in Deutschland“, Wozi Basispaket, Statista, BCG, WDR, Festkomitee Kölner Karneval, Stadt Köln

Die Müllers und die Werbung

„Welches Land zählt zu den zehn bevölkerungsreichsten Staaten der Erde?“

A. Vietnam        B. Bangladesch
C. Ägypten        D. Philippinen

Gerade als es bei Wer wird Millionär spannend wird und sich Thomas mit Claudia über die Antwort streitet kommt… die Werbung! Wie ärgerlich!

Für Claudia ist die Werbeunterbrechung im Idealfall eine Informationsquelle für interessante Produkte (29% der Frauen schauen Werbung, die sie interessiert).
Nicht so Thomas, er beschäftigt sich während des Werbeblocks lieber mit anderen Dingen, lässt aber den Ton laufen (wie 24% der Männer).

Auch wenn Thomas und Claudia weitgehend zustimmen, dass Werbung witzig und unterhaltsam sein kann (48% der Deutschen stimmen dem zu), sehen sie Werbung nicht besonders gerne an (wie 35% der Deutschen).

Jan ist da weniger streng (er gehört zu den anderen 35%, die weitgehend zustimmen, dass  sie Werbung gerne hören und sehen). Zudem steht Jans Altersklasse Werbung am positivsten gegenüber (insgesamt 26,9% der 14-19-Jährigen schauen sich Werbung tendenziell gerne an. Bei den 40-49-Jährigen stimmen dem nur noch 13,4% zu).

Wo sich aber alle einig sind: Vormachen lassen sie sich von der Werbung nichts! (43% der Deutschen wissen meistens genau, was sie der Werbung glauben können und was nicht.)

Ob diese Einigkeit auch bei der Antwort auf die Quizfrage besteht? Nach der durchschnittlichen Werbeunterbrechung von 7 Minuten werden sie es wissen.

Quellen: Statista, Horizont, Outfit 6, VuMa 08, TdW 2010 II