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Das WoZi bei JBK

03. Nov. 2009 von admin  

Zum zweiten Mal wurden wir mit unserem Projekt bei Johannes B. Kerner eingeladen, der sich auf die Suche nach dem Durchschnittsdeutschen machte und das JvM-Wohnzimmer kurzerhand in sein Studio verlegte. Die Sendung präsentierte 75 durchschnittsgeladene Minuten mit Gästen wie der deutsch-amerikanischen Entertainerin Gayle Tufts, dem Autor Roger Willemsen, dem Journalisten Sven Lorig, dem ZDF-Rechtsexperten Bernhard Töpper sowie Deutschlands Durchschnittsexpertin und erfolgreichster Werbefrau Karen Heumann.

kerner

Die Sendung ist in der ZDF-Mediathek im Stream abrufbar. Viel Spaß dabei wünschen Thomas und Claudia.

Hier der Link …

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/748514

Die ewige Finanzkrise

11. Apr. 2009 von admin  

finanzkrise

„Sorgen um den Arbeitsplatz machen wir uns nicht.“

Zwar hat ein Großteil der deutschen Familien im Bekanntenkreis schon von Kurzarbeit, Insolvenzen oder Kündigungen gehört, doch ist der eigene Arbeitsplatz in ihrer Wahrnehmung nicht in unmittelbarer Gefahr. (Laut Tagesthemen befürchten 67% nicht, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren könnten.) Auch dem eigenen Arbeitgeber wird Vertrauen ausgesprochen. Thomas und Claudia sind fest davon überzeugt, dass ihre Firma die Finanzkrise überstehen wird. (77% der Deutschen vertrauen laut Presseportal.de ihrem Arbeitgeber.)

„Alles ziemlich schlimm, aber mit uns hat das erstmal nichts zu tun!“

Bislang fühlen sich Thomas und Claudia von der Finanzkrise noch nicht betroffen. (68% der Deutschen sehen sich von der Finanzkrise bislang nicht betroffen.) Geld haben sie keines verloren, das Gehalt kommt noch immer pünktlich jeden Monat und auch um ihre Ersparnisse machen sie sich kaum Sorgen. (Laut BamS haben 74% der Deutschen keine Angst um den Wert ihrer Ersparnisse.)

Die Finanzkrise hat somit noch keinen Einfluss auf das Konsumverhalten der Müllers. Noch immer ist der Kühlschrank mit den gleichen Produkten gut gefüllt und das Freizeitverhalten (Regelmäßigkeit der Restaurant- und Kinobesuche etwa) hat sich nicht verändert. (Der GfK-Konsumklima-Index ist seit September 2008 jeden Monat sogar leicht gestiegen. Nur im April 2009 gab es einen leichten Rückgang.)

Lediglich größere Anschaffungen werden jetzt kritischer bewertet. Der Flachbildschirm zum Beispiel, den sich Thomas schon seit Monaten wünscht, soll erst angeschafft werden, wenn das alte Gerät seinen Geist aufgibt.

„Beim Urlaub sparen wir definitiv nicht.“

Die Müllers wollen auch dieses Jahr definitiv in den Urlaub fahren. (62% der Deutschen wollen ihren nächsten Urlaub aufgrund der Finanzkrise nicht streichen.) Ein größeres Urlaubsbudget als im letzten Jahr ist allerdings auch nicht drin. (50% der Deutschen sind nicht bereit, tiefer in die Tasche zu greifen.)

Ein Sparurlaub soll es aber deshalb nicht werden: Claudia und Thomas wollen schon auf dem gewohnten Niveau verreisen. (56% gaben an, sich trotz Finanzkrise keine Gedanken um andere Urlaubsformen zu machen.) Dafür ist Urlaub einfach zu wichtig. Bevor die Müllers auf die zweiwöchige Auszeit im Sommer verzichten, wird an anderer Stelle gespart: z.B. bei der Kleidung oder Elektrogeräten. (Auf die Frage, auf was die man im kommenden Jahr am wenigsten verzichten könne, antworteten 32% mit „Urlaub“. Am ehesten einschränken können sich die meisten bei Elektrogeräten und Markenkleidung.)

Somit steht eines fest: „Lieber nackt und ohne ipod – aber Urlaub muss sein!“

„Wer Schuld hat? Ganz klar die da oben.“

Thomas und Claudia ärgern sich (51% der deutschen sind angesichts der Finanzkrise verärgert.): Fragt man sie, wer an der Misere eigentlich Schuld hat, verweisen sie ganz klar auf „die da oben“. Top-Manager, die aus Gier unnötige Risiken eingegangen sind, und insbesondere Banken und Großkonzerne sind aus ihrer Sicht verantwortlich. (52% der Deutschen haben wenig oder kein Vertrauen mehr in die Top-Manager, die deutschen Banken und Großkonzerne lenken.)

Diese Unzufriedenheit mit der deutschen Wirtschaftselite äußert sich auch in einer kritischen Bewertung derer Gehälter: Die Müllers sind überzeugt, dass Spitzenmanager deutlich weniger verdienen sollten als bislang. Da stimmen sie ganz mit  Peer Steinbrück und seiner Forderung nach einer Begrenzung der Jahresgehälter auf max. 500.000 Euro überein. (Fast die Hälfte – 43% – der Deutschen sind dieser Ansicht.)

Für die Müllers ist die Finanzkrise nur ein weiterer Beweis für eine wachsende Gerechtigkeitslücke in Deutschland. (Dass es in Deutschland alles in allem eher ungerecht zugeht, finden 58% der Bundesbürger.)

„Die Finanzkrise nervt inzwischen.“

Claudia und Thomas sind inzwischen genervt von der Finanzkrise. (54% der Deutschen sind genervt.) Insbesondere die Medien haben dazu beigetragen, da man dem Thema ja eigentlich seit Monaten kaum noch entgehen kann. Im letzten Jahr muss die Krise wohl das am meisten besprochene Thema gewesen sein! (Die Finanzkrise war mit 1825 Min. Sendedauer Top-Nachrichtenthema von ARD, ZDF, RTL und Sat. 1 in 2008.)

Nicht, dass Thomas und Claudia das Thema nicht wichtig finden. Nerven tut vor allem das Gefühl, dass die Situation keinen Deut besser wird. (Laut Rheingold ist die gefühlte Unsicherheit und der Ärger vor allem auf die Bedrohungskulisse und das damit verbundene Stress-Potenzial zurückzuführen, die durch die Finanzkrise ausgelöst werden. Die Menschen wünschen sich diesbezüglich Entlastung.)

„Eigentlich müssen wir zugeben, kaum etwas über die Finanzmärkte zu wissen.“

Angesichts der Komplexität der Finanzsysteme fühlen sich die Müllers ohnmächtig. Ganz ehrlich geben sie zu, dass sie da nicht mehr durchblicken. (61% der Deutschen geben an zu wenig Wissen über das Finanzsystem zu haben.). Zwar verstehen auch sie, was eine Aktie ist und wie eine Lebensversicherung oder Online-Banking funktioniert. Die großen Strukturen über die jetzt aber von der Politik und den Medien gesprochen wird und insbesondere die unvorstellbar hohen Geldbeträge, mit denen man versucht das System zu stabilisieren, machen ihnen aber Angst. Thomas vergleicht die Situation gern mit einem Fiebertraum, der jeder Logik entbehrt und mit rasender Geschwindigkeit ähnlich einem Krebsgeschwür wuchert.

„Unsere Steuergelder für die Banken? Nicht mit uns!“

Die Müllers ärgern sich zutiefst darüber, dass letztlich der Steuerzahler blechen muss. (Wie stattliche 95% der Deutschen.)

Claudia und Thomas sind also nicht der Meinung, dass nun der Steuerzahler in die Bresche springen sollte und finden es nicht richtig, dass sich momentan beim Thema Neuverschuldung sämtliche Grenzen in Luft auflösen. (Laut Stern finden es 54% nicht richtig, dass der Staat sich momentan so hoch neuverschuldet.)

Die Beiden haben zudem das Vertrauen in das Finanz- und Wirtschaftssystem verloren. (71% der Deutschen geben dies an.) Vor allem die milliardenschwere Rettung von Banken und Versicherungen betrachten sie mit zunehmender Skepsis, während eher praktische Branchen unter denen man sich etwas vorstellen kann, viel eher mit ihrer Unterstützung rechnen können. Sie sind daher vehement gegen die Subventionierung der Finanzbranche mit Steuergeldern, aber durchaus für eine Unterstützung der Bauindustrie. (83% der Deutschen sind laut Harris Interactive gegen die Unterstützung von Versicherungen, 75% sind gegen die Rettung von Banken durch Steuergelder, nur 57% sind gegen die Rettung von Autoherstellern, nur 45% sind gegen die Rettung von Baufirmen.)

„Die Banken müsste man verstaatlichen.“

Eigentlich sind die Müllers in ihrem Weltbild recht liberal, doch in letzter Zeit empfinden sie mehr und mehr Sympathie für linke Positionen. Sie können der Idee, Banken im Notfall zu verstaatlichen oder zumindest durch Beteiligung zu kontrollieren, einiges abgewinnen. Denn seien wir mal ehrlich: Wer mit Milliarden Euros vom Steuerzahler gerettet wird, sollte diesem doch wohl auch Mitspracherrechte einräumen. (60% der Deutschen sind laut Stern dafür Banken im Notfall zu verstaatlichen.) Den Banken allein trauen die Beiden jedenfalls nicht mehr (70% der Deutschen äußerten offenes Misstrauen gegenüber Banken und Versicherungen.)

Die Idee des starken Staates in der Wirtschaft geht allerdings noch weiter: Angesichts der Ohnmacht gegenüber dem Preisdiktat der Energiebranche stößt der Vorschlag auch Energiekonzerne – im Interesse der Beschäftigten, der Verbraucher und der Umwelt – in die öffentliche Hand zu überführen und staatlich zu kontrollieren bei Thomas und Claudia auf offene Ohren. (Dem stimmen 59% der gesamten Bevölkerung zu.) Auch Schlüsselunternehmen sollten ihrer Ansicht nach mehr vom Staat gelenkt werden. (Eine staatliche Beteiligung an den Schlüssel-Unternehmen befürwortet mit 51% eine knappe Mehrheit der Deutschen.)

Diese Haltung von Thomas und Claudia gründet vor allem auf der Überzeugung, dass der Staat noch am ehesten mehr Sicherheit und Kalkulierbarkeit garantieren kann. Denn: Derjenige, der gewählt wird, sollte doch stärker die Interessen der breiten Masse berücksichtigen als ein rein nach wirtschaftlichen Regeln funktionierendes Unternehmen.

„Wir waren schon immer der sicherheitsbewusste Anleger.“

Thomas und Claudia gehen bei ihren Geldanlagen eher auf Nummer sicher. Wie die meisten Deutschen(52%) geben sie an, überwiegend sicherheitsorientierte Anlagen zu besitzen. (Nur 9% der Deutschen sind risikofreudiger und setzen auf überwiegend renditeorientierte Bankanlagen. Über ein ausgewogenes Portfolio – also gleich viele sicherheits- und renditeorientierte Anlagen – verfügt ein Fünftel der Deutschen – 21%.)

Claudia und Thomas verfügen über ein Sparbuch (69%) für das Ersparte und ein Girokonto (96%) für den monatlichen Gehaltseingang und den täglichen Finanzbedarf. Auch einen Bausparvertrag nennen sie ihr Eigen (47%). Renditestärken „neumodischen“ Anlageformen vertrauen sie jedoch nicht: Die Müllers besitzen weder ein Tagesgeldkonto (32%), keinen Aktienfonds (25%) und schon gar keine wackeligen Zertifikate (4%).

Die Struktur des persönlichen Anlageportfolios korreliert stark mit der individuellen wirtschaftlichen Lage: Risikoreichere Anlagen werden meist erst dann gewählt, wenn der Bedarf an Sicherheit und Liquidität gedeckt ist. Die meisten Haushalte (46%) halten zwei bis drei verschiedene Anlageformen.

„Klar, dass wir jetzt auch was auf die hohe Kante legen.“

Die Deutschen sparen so viel wie seit 14 Jahren nicht mehr. Die privaten Haushalte haben im ersten Halbjahr durchschnittlich 180 Euro pro Monat auf die hohe Kante gelegt, das sind zehn Euro mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden fast 89 Milliarden Euro beiseite gelegt – auch, um für den Konjunkturabschwung gewappnet zu sein. Für die Sparquote wird für dieses Jahr eine Steigerung von 10,8 auf 11,2 Prozent prognostiziert. Das entspreche einem Betrag von 177 Milliarden Euro.

In den letzten Monaten hat sich diese Sparneigung noch verschärft: Etwas mehr Bürger als noch im Oktober geben an, sie hätten einen Teil ihrer Ersparnisse anders angelegt, um sich vor Verlusten zu schützen. Dieser Anteil stieg von 20% auf nunmehr 26%.

Das Bedürfnis nach Sicherheit zeigt sich auch in der Wahl des Finanzinstituts. Gerade die gefühlt sicheren Sparkassen legen zu: Die Hamburger Sparkasse, größte von insgesamt 443 Sparkassen in Deutschland, zählt 500 neue Kunden und 500 Millionen Euro mehr Einlagen als noch Mitte September. Das zweitgrößte Institut, die Sparkasse Köln-Bonn, nahm im gleichen Zeitraum 355 Millionen Euro zusätzlicher Einlagen ein, und die Stadtsparkasse München spricht von 200 Millionen Euro.

„Unser Anlageverhalten hat sich eigentlich nicht verändert.“

Angesichts des sehr konservativen Portfolios der Müllers gab es für sie nach dem Finanzmarkt-Crash nicht das Bedürfnis ihr Anlageverhalten zu verändern: Noch sicherer als bisher geht es schlichtweg nicht. (Für 74% der Deutschen hat sich laut Comdirect der Umgang mit Geld und das Anlageverhalten nicht verändert.)

„Geld haben wir keines verloren.“

Da die Müllers nicht über gefährdete Anlagen verfügten (siehe obigen Punkt zum Anlageverhalten der Deutschen), waren sie auch nicht direkt finanziell von der Finanzkrise betroffen. (Der Anteil der Anleger, die Anlagen der betroffenen Institute – Lehmann Brothers, Kaupthing etc. – hielten, kann als verschwindend gering betrachtet werden.)

„Die Politiker haben doch schon lange den Überblick verloren.“

Der Politik trauen Thomas und Claudia – im Vergleich etwa zur freien Wirtschaft – zwar noch am meisten (mehr als z.B. den Finanzinstituten). Allerdings ist hält sich das Vertrauen deutlich in Grenzen. Sie sind wie ein Großteil ihrer Mitbürger recht desillusioniert angesichts des Einflusses staatlicher Kontrollversuche. (52% der Deutschen sagen, dass die Bundesregierung angesichts der Kreditkrise den Überblick verloren hat.)

Einzelpersonen kommen diesbezüglich besser weg: Allen voran Barack Obama. In ihm projizieren Thomas und Claudia tatsächlich so etwas wie Hoffnung. Seine Erlöserbotschaft „Yes, we can.“ kommt bei ihnen sehr gut an. Thomas findet, dass der junge amerikanische Präsident die Kraft ausstrahlt, tatsächlich etwas verändern zu können. Gleichzeitig ist er auch der Meinung, dass nur im Ausgangsland der Krise – gewissermaßen an der Wurzel allen Übels – eine Lösung gefunden werden kann. Deutschen Politikern wird in dieser Hinsicht weniger Lösungskompetenz zugesprochen (Laut Tagesthemen trauen 80% Obama die Lösung der Krise zu, 58% Angela Merkel und 55% der EU.)

„Jan ist ganz zuversichtlich. Bis der arbeiten muss, ist eh alles wieder gut.“

Jan tangiert die Finanzkrise wenig: Sicher macht er sich manchmal Sorgen um den Arbeitsplatz seiner Eltern, aber ein echtes Gesprächsthema ist es für ihn nicht. Auch die der breiten Mitte der Gesellschaft weit verbreiteten diffusen Skepsis angesichts der Zukunft schaut seine Generation eher zuversichtlich in die Zukunft (56% der 18-24jährigen sind optimistisch, während die mittlere Generation der 45-59jährigen –47% – sowie die ältere Generation der über 60jährigen –44% – einen Einbruch des Lebensstandards befürchtet.)

Ob diese divergierenden Einschätzungen in der Naivität junger Menschen wie Jan oder aber in der fehlenden Flexibilität der Claudia-Thomas-Generation begründet liegt, sei dahingestellt.

„Das Schlimmste kommt vermutlich noch.“

Claudia und Thomas sind der festen Überzeugung , dass den Deutschen das Schlimmste noch bevorsteht. (76% der Deutschen vertreten laut Tagesthemen diese Meinung.) Für 2009 herrscht jedoch knappmehrheitlich noch positive Stimmung: Für dieses Jahr hoffen Thomas und Claudia noch mit einem blauen Auge davon zu kommen. (49% sind laut Ernest&Young der Meinung, dass sich ihre finanzielle Lage in diesem Jahr nicht verschlechtern wird.)

Es herrscht somit eher ein Klima diffuser Angst vor der längerfristigen Zukunft, als dass die Müllers klar benennen könnten, wo vor sie sich fürchten.

Die schmutzigen Details aus dem Leben der Müllers

10. Feb. 2009 von admin  

sexy-sex

„Unser Sexleben ist gut – aber ein bisschen eingeschlafen.“

Zwar haben Thomas und Claudia immer noch zwei Mal pro Woche Sex (genau wie 75% der Deutschen) und bewerten sich ganz selbstbewusst als gut im Bett (genau wie 66% der Deutschen) –  wunschlos glücklich sind sie aber dennoch nicht. Während Thomas sich nach häufigeren Intimitäten (61% der Männer) sehnt, wünscht sich Claudia mehr Abwechslung (50% der Frauen). Gründe für das ruhigere Sexleben sieht Thomas in der fehlenden Lust Claudias (64% der Deutschen behaupten dies über ihren Partner), während Claudia Thomas’ beruflichen Stress verantwortlich macht (43% der Deutschen behaupten dies über ihren Partner).

Thomas mag am Liebsten Oralverkehr, Claudia bevorzugt die klassische Missionarsstellung.

Für den deutschen Mann ist der Blow Job das höchste der Gefühle – er rangiert auf Platz 1 der Lieblingsstellungen und ist männliche Sexphantasie Nummer 1. So auch bei Thomas. Alternativ findet er die Reiterstellung toll, in der Claudia „die Arbeit übernimmt“.

Claudia dagegen bevorzugt den Missionar und sinnliche Massagen sind ihre  Lieblingsphantasie. Aber immer nur Kuschelsex ist auch nicht ihr Geschmack. Im Gegenteil: manchmal mag sie es auch, wenn Thomas sie ein bisschen fester anpackt –  zweitliebste Stellung ist für sie die Hündchenstellung.

„Wir brauchen keinen Sex wie im Porno, aber Licht aus muss auch nicht sein!“

53% der Deutschen bestätigen: Sexleben wie im Porno muss nicht sein. So auch bei Claudia und Thomas: Gleitgel und einen Vibrator haben sie nicht im Haus (Gleitgel: 32% der Deutschen, Vibrator: 21% weltweit), aber sie besitzen ein Massage-Öl (wie bei 51% der Deutschen). Ob Licht aus oder an, das ist Claudia beim Sex völlig egal (so wie 52% der deutschen Frauen) – schließlich kennt man sich nach den vielen Jahren mit all seinen Fehlern.

„Eine halbe Stunde ist locker drin!“

Durchschnittlich hat das Ehepaar Müller 36 Minuten Sex. Dabei entfallen 18,5 Minuten auf das Vorspiel und 17,6 Minuten auf den eigentlichen Geschlechtsverkehr.

„Sex im Freien? Das hatten wir bisher noch nicht“

Nur 47% der Deutschen haben Erfahrung mit Outdoor-Sex. Zwar träumen Thomas und Claudia von Sex im Auto (für 50% die beliebteste Phantasie), am Strand (47%) oder im Park (39%) – aber ergeben hat es sich nie. Stattdessen ist die Wohnung beliebtester Sexspielplatz: am Häufigsten haben die Deutschen im Schlafzimmer Geschlechtsverkehr, gefolgt von Badezimmer, Wohnzimmer und Küche.

„Einen Orgasmus vortäuschen? Das hat doch fast jede Frau schon mal gemacht!“

Falls es bei Claudia mit dem Höhepunkt nicht klappt, scheut sie sich nicht, auch mal zu schummeln: So wie 70% der deutschen Frauen (Basis: Frauen zwischen 20-35 Jahre) hat auch sie Thomas schon mal einen Orgasmus vorgetäuscht. Und leider muss sie das seit ihrer Heirat öfter tun: Während sie damals – als unverheiratete Frau –  jedes zweite Mal bei Thomas im Bett gekommen ist, reicht es in der Rolle als Ehefrau nur fast jedes dritte Mal zum Orgasmus. Thomas dagegen konnte seine Orgasmushäufigkeit im Laufe der Ehejahre sogar minimal steigern (von 77%-iger Höhepunktswahrscheinlichkeit auf 80%).

„Wenn es um sexuelle Wünsche geht, hat Thomas das Wort.“

Angelegenheiten, wie Flauten im Bett oder neue Sexpraktiken, werden in der Beziehung eher von Thomas thematisiert. Er spricht ganz offen aus, was er sich im Schlafzimmer wünscht (so wie 62% der Männer), während Claudia sich auf diesem intimen Themengebiet etwas leiser artikuliert (nur 53% der Frauen reden offen über sexuelle Wünsche).

„Selbstbefriedigung und Fremdgehen kommt natürlich auch bei uns vor.“

Thomas onaniert wöchentlich (53%), während Claudia diesem Verlangen wesentlich seltener nachgibt (nur 27% der Frauen befriedigen sich wöchentlich selbst).  Einen Seitensprung gab es auch schon: 37,1% der Männer und 38,9% der Frauen geben einen solchen Fehltritt zu. Aber wo genau fängt Fremdgehen  an? In Thomas’ Augen bedeutet es Geschlechtsverkehr (44% der Männer), während in Claudias Augen auch Küssen schon als Fremdgehen zählt (Küssen: 39% der Frauen, Sex: 38% der Frauen). Insgesamt hatten Claudia und Thomas in ihrem Leben 6 Sexpartner, darunter aber kein One-Night-Stand (nur 36% der Deutschen haben ein solches erlebt).

„Der größte Lustkiller ist, wenn Thomas Mundgeruch hat!“

Bringt ein Mann ungebetene Gerüche mit ins Bett, sehen Frauen rot. Für Claudia steht dabei an erster Stelle der Mundgeruch (für 91% der Frauen Abturn Nummer 1), kurz gefolgt von unangenehmen Gerüchen in der erogenen Zone (für 82% der Frauen Abturn Nummer 1). Aber neben Gepflegtheit erwartet Claudia auch von Thomas, dass er sich Zeit für sie nimmt: ein Vorspiel wünschen sich 72% der deutschen Frauen von ihren Partnern und sofortiges Einschlafen nach dem Sex wird überhaupt nicht gern gesehen (60% der Frauen).

„Bei Jan und seiner Freundin war es mit 16 Jahren so weit.“

Jan wurde von seinen Eltern aufgeklärt (so wie 65% der deutschen Jungen), sodass er bei seinem ersten Mal bereits eingehend über Verhütung bescheid wusste. Das Ereignis „erstes Mal“  hat er mit seiner Freundin genau geplant (so wie 63% der deutschen Jungen) und mit Kondom verhütet (66% der deutschen Jungen).

Quellen: Durex Sexreport 2007 und 2008, Pro 7 Sexreport, Neon Magazin