14.12.2011: Weihnachtsmarktvergnügen.
14. Dec. 2011 von Maryam Warnke

Obwohl das Wetter noch keine wirkliche Winterstimmung aufkommen lässt, freuen sich die Müllers (wie 67% der Deutschen) auf die Weihnachtsmärkte in ihrer Umgebung. Claudia und ihr Mann gehen aber nicht auf irgendeinen Weihnachtsmarkt sondern auf den Weihnachtsmarkt am Kölner Dom. Der wurde nämlich kürzlich von der Fachpresse als schönster Weihnachtsmarkt Europas gekürt. Sie erfreuen sich, wie auch 160 Millionen andere Menschen in ganz Deutschland, an Glühwein, gebrannten Mandeln und Rostbratwurst. Wie die meisten Deutschen geben sie dabei ca. 30 Euro für die Weihnachtsleckereien aus, wobei das meiste wohl für den Glühwein drauf geht (der kostet im Durchschnitt 2,50 Euro). Laut des Bundesverbandes Deutscher Schausteller werden zwischen 3 bis 5 Milliarden Euro im Jahr von den über 2500 deutschen Weihnachtsmärkten erwirtschaftet.
Und bei einem Besuch wird es nicht bleiben: Wie 51% der Deutschen besuchen Claudia und Thomas den Weihnachtsmarkt mehr als einmal. Trotzdem jammern die Budenbesitzer: So große Verkaufseinbußen! Auch im Lebensmitteleinzelhandel sehen die Händler schwarz statt weihnachtsrot: So lag die Nachfrage nach Stollen, Lebkuchen, Spekulatius und Dominosteinen im Oktober um rund ein Fünftel niedriger als noch vor einem Jahr (ein Minus von 2300 Tonnen). Auch der Glühwein-Absatz verbucht aktuell ein Minus von 12% im Vergleich zum Vorjahr (fast 8500 Hektoliter).
Daher unser häufigster Aufruf an Alle: Nächste Woche noch einmal auf den Weihnachtsmarkt! Und dann soll es vielleicht sogar schneien…
Foto: Fotocommunity – Michael Gläßer
Quellen: Die Welt 2011, Der Westen 2011, Der Handel, 2011, Forsa, 2010, Bundesverband Deutscher Schausteller , 2011.
13.12.2011: Wie wär’s mit einem Buch.
13. Dec. 2011 von Anke Strunz

Claudia ist die Einkaufsverantwortliche bei den Müllers. Während die Adventssonntage an Thomas vorüber plätschern, übernimmt sie, wie 75% der Frauen, das Ruder in Sachen Weihnachtseinkäufe. Als Typ „strategischer Geschenkesammler“ kauft sie bereits ab Oktober kleine Geschenke, um sie zu gegebenem Anlass wieder zu verschenken (20% der Deutschen machen das so). Glück für Claudia, denn so muss sie sich nicht all zu oft dem vorweihnachtlichen Kauf-Terror hingeben.
Aber ein Geschenk fehlt noch: das für Thomas. In diesem Jahr tut sie sich etwas schwer. Vielleicht ein Buch? Immerhin das Weihnachtsgeschenk Nr.1 in Deutschland (62%, besonders gern von Frauen verschenkt). Mit einem Roman braucht sie ihm gar nicht erst zu kommen, das weiß Claudia. Aber ein Sachbuch? Letztens hat Thomas sich so ein Buch über Modellbau bei Amazon angeschaut und dann doch nicht bestellt (zu teuer), vielleicht schenkt sie ihm einfach das. Durchschnittlich 37 Euro wird sie für das Buch ihrer Wahl ausgeben. Da ist im Budget noch eine Kleinigkeit mehr drin. Aber die wird nicht verraten.
Bild: www.coolphotos.de
Quellen: GfK 2011, Ernst&Young 2011, FOM Hochschule für Oekonomie & Management
12.12.2011: Lecker schmecker Plätzchenbäcker.
12. Dec. 2011 von Anke Strunz

Den 3. Advent hat Claudia genutzt um Plätzchen zu backen. Immerhin pflegen diese Weihnachtstradition 77% der Deutschen. Damit gehört das Zuckerwerk für die Republik genau so zu Weihnachten, wie der Weihnachtsbaum (Verbreitung: 74%). Gebacken werden: Weihnachtsplätzchen nach Tante Juttas Geheimrezept. Die Rezeptur ist geheim, selbstredend, aber soviel sei verraten: es handelt sich um Ausstechplätzchen (Mit 63% die beliebtesten Plätzchen der Deutschen), die später mit Kuvertüre und Mandeln liebevoll verziert werden. Denn das Dekorieren –da sind sich 51% der Deutschen einig– ist doch das Schönste an der ganzen Adventsbäckerei.
Doch Ausstechplätzchen sind Claudia nicht genug. Einmal in Fahrt gekommen, verwandelt sich die Müllersche Küche in eine wahre Weihnachtsbäckerei: Zu Juttas Plätzchen gesellen sich dann liebevoll geformte Vanillekipferln (59%), Mürbeteigplätzchen (52%) und ein paar Makronen (43%).
Was auch nicht fehlen darf beim weihnachtlichen Kaffeekränzchen: Stollen. Der ist ein absolutes Muss für 54% der Deutschen.
Eine Hauptzutat der meisten Adventsnaschis: Zucker. Statistisch gesehen verbraucht jeder Deutsche 38kg des süßen Verführers pro Jahr. Einen Großteil davon nehmen wir über fertige Lebensmittel auf, 5,6 kg durch „aktiven Konsum“ in Tee, Tomatensoße oder eben Plätzchen.
Bild: www.augensound.de
Quelle: Dr. Oetker/Forsa 2011, Südzucker 2011, DAHEIM in Deutschland/TNS 2009.
11.12.2012: Karate zum Tatort.
11. Dec. 2011 von Anke Strunz

Passend zum Tatort (Einschaltquoten-Sieger am Sonntag und damit auch Favorit der Müllers) packt Claudia ihre Karate-Hand aus und trennt mit einem Schlag den Rumpf vom Körper. Jetzt wird geschlemmt: Der erste Schoko-Weihnachtsmann ist tot. Einer von rund 100 Millionen, die auch dieses Jahr wieder über die Transportbänder der Schokoladenfabriken fahren. Rund 9 Tonnen Schokolade werden dafür jährlich in Deutschland verarbeitet. Müllers klassisch roter Hohlkörper ist aus Vollmilch und von Riegelein, dem Marktführer bei Saison-Schokoladenwaren. Hier kann man sich langsam schon wieder zurücklehnen: die Hauptsaison der Weihnachtsmannproduktion startet für das Unternehmen nämlich schon im August.
Noch lieber als Schoko-Weihnachtsmänner haben Müllers allerdings Schoko-Osterhasen. 56% der Schokoladen-Hohlkörper-Produktion entfallen nämlich auf die braunen Hoppler im Aluminiumgewand. Wen wundert’s.. ist an Weihnachten doch die Auswahl an verführerischen Leckerein sooo groß.
Grafik: Milka 2002
Quelle: Horizont, Riegelein Pressemeldung 2008, LZ.net 2009, Kraft Foods/Milka. Pressemeldung 2002, Sweet Global Network 2009.
10.12.2011: Die Weihnachtslawine.
10. Dec. 2011 von Anke Strunz

Und da schiebt sie sich wieder durch die Last-Christmas-beschallten Gänge der großen Einkaufsparadiese: eine Lawine aus Jägern und Sammlern. Immer auf der Suche nach dem schönsten/passensten/praktischstem Weihnachtsgeschenk.
In der Multimedia-Abteilung erblicken wir: Claudia und Thomas Müller (wie 39% bevorzugen auch sie den Geschenke-Kauf in Warenhäusern mit großer Auswahl). Etwas bedröppelt stehen sie vor dem Regal mit Computerspielen und wissen nicht so recht, worüber sich Jan freuen könnte. „Dann wird es wohl doch wieder auf Geld hinauslaufen“, denkt sich Claudia und seufzt. Jan wird´s freuen. Schließlich ist das sein Geschenkwunsch Nummer 1 (Grundlage: 18-24 Jährige).
Bild: www.merkur-online.de
Quellen: Forsa/TK Maxx 2011, Bitkom 2009, Innofact.
9.12.2011: Halligalli auf der Weihnachtsfeier.
09. Dec. 2011 von Anke Strunz

Wie 58% der Deutschen nimmt Thomas Müller an seiner Firmen-Weihnachtsfeier teil. Neben Plätzchen, Essen und Chef-Ansprachen erwartet ihn hier auch eine Menge Glühwein und viele nette Kollegen. Mit denen will er zwar vornehmlich Freundschaften und sein Netzwerk pflegen (wie 11% der Wehnachtsfeier-Besucher), mit der weiblichen Belegschaft hat er jedoch noch etwas ganz anderes vor… Wie 52% der deutschen Arbeitnehmer sucht er auf der Weihnachtsfeier ein erotisches Abenteuer.
Moment mal, wie bitte? 20 Jahre Ehe aufs Spiel setzten (74% der Frauen würden sich wegen eines Seitensprungs trennen) für die kecke Kollegin aus dem 2. Stock? Schaut man genauer hin, gibt es Entwarnung: Auch wenn Thomas wöllte, statistisch gesehen geht er nicht fremd. Laut Freundin-Studie aus dem Jahr 2009 gibt es sie noch, die treue Mehrheit (47% Fremdgeher). Jetzt kann Claudia beruhigt schlafen und wir freuen uns mir ihr gemeinsam auf das Fest der Liebe.
Bild: zeit.de
Quellen: Stern/Forsa 2008, German Consulting Group 2006, Freundin 2009, FUNK Uhr 2006
8.12.2011: Spendenaufruf!
08. Dec. 2011 von Anke Strunz

Ob RTL Spendenmarathon oder bunt gestaltete Karten aus dem SOS Kinderdorf – die Aufrufe zur monetären Hilfeleistung häufen sich vor allem zur Weihnachtszeit. Das ist auch Claudia Müller bei ihrem täglichen Gang zum Briefkasten aufgefallen (wie 85,5% der Deutschen haben die Müllers keinen „Bitte keine Werbung“-Aufkleber an ihrem Briefkasten und erhalten daher Anzeigenblättchen, Flugblätter und Werbebriefe). Ein schlechtes Gewissen lässt sie sich davon jedoch nicht machen. Wie 62% der Deutschen spenden die Müllers nicht und wenn, dann würden sie diese Spende auch nicht an Weihnachten binden (nur 5% tun dies).
Damit ist Deutschland ein Schlusslicht im europäischen Vergleich. Die spendabelsten sind die Niederländer: gut zwei Drittel von ihnen spenden jährlich Geld für wohltätige Zwecke. Bei den Briten und Schweden sind es immerhin 50%.
Zur Ehrenrettung sei gesagt: Müllers sind keine Unmenschen. Bei großen Katastrophen wie dem Tsunami-Unglück Ende 2004 beispielsweise spendeten auch sie. Die Spendenquote im Jahr 2005 lag bei 50%.
Quelle: GfK „Charity“ 2011, Emnid 2006, Ifak Institut/VuMa 2010, TNS Infratest 2009.
7.12.2011: Was ist eigentlich X-Mas?
07. Dec. 2011 von Anke Strunz

X-Mas-Rätsel, X-Mas-Gewinnspiel, X-Mas-schieß-mich-tot… Überall prangt der Schriftzug und soll auf 5 Zeichen verdichten, das Kinderaugen leuchten lässt: Besinnlichkeit, Vorfreude und Weihnachtstraditionen. Soll er, macht er aber nicht. So befand der Verein Deutsche Sprache den kühlen Konsumbegriff zum „überflüssigsten und nervigsten Wort 2008“.
Da kann Claudia nur zustimmen. Sie weiß auch gar nicht, woher die Abkürzung eigentlich kommt.
Die Schreibweise stammt aus dem englischen Sprachraum und ist die Abkürzung für Christmas. Das X leitet sich vom griechischen Wort für Christus (X…) ab, ist also ursprüngliche eine theologische Abkürzung.
Bild: www.bildagentur-illustrationen.de.
Quelle: Die Welt 2008, Coppenrath Verlag 2011.
6.12.2011: Nikolaus, komm ins Haus.
06. Dec. 2011 von Anke Strunz

Lebkuchen, Schokolade und Nüsse, die den Schuh verstopfen? Nicht bei den Müllers. Denn statistisch gesehen stellen die Müllers wie 64% der Deutschen zum Nikolaustag keine geputzten Schuhe vor die Haustür. Ok, ein bisschen Schokolade wird Claudia ihrem Jan in die Schuhe stecken.
Bild: http://www.bookanddrink.com/
Quelle: DAHEIM in Unterwegs/Forsa 2009
5.12.2011: Lieber Weihnachtsmann.
05. Dec. 2011 von Anke Strunz

350.000 Briefe in einem Monat – das schafft wahrscheinlich nicht mal Justin Bieber. Der Star in diesen Tagen: Herr Weihnachtsmann. Seine Fanpost trudelt in insgesamt sieben deutschen Weihnachtsmann-Poststuben ein: Himmelpfort und Himmelpforten, Himmelthür (Hildesheim), Himmelstadt, St.Nikolaus (Großrosseln), Nikolausdorf und Engelskirchen.
Freilich, da kommen nicht nur Fan-Bekundungen und Liebeserklärungen auf den Tisch, sondern größtenteils: Wunschzettel.
Ganz oben auf der Wunschliste stehen Spielekonsolen. Doch der Trend, so sagen rot-weiße Insider, geht klar zum immateriellen Wunsch. Waren es früher fast ausschließlich Computer, die auf den Wunschzetteln standen, wünschen sich die Kinder von heute mehr und mehr Frieden, Arbeit für die Eltern, Gesundheit und vor allem: Schnee.
Unter den 350.000 Briefen ist allerdings keiner von unseren Müllers. Wie 87% der Deutschen verzichten sie auf die Wunsch-Auflistung. Claudia versucht es indes mit kleinen beiläufigen Bemerkungen über Dinge, die ihr GANZ GUT gefallen (36% der Deutschen tun das auch).
Und Jan? Von dem bekommt weder der dicke Rauschebart noch das Christkind Post. Schon lange nicht mehr! Nachdem er mit ca. 6 Jahren von der Nicht-Existenz des Weihnachtsmannes erfahren musste, schrieb ein paar Jahre lang zwar noch Wunschlisten; die glichen aber eher einem Einkaufszettel für die Eltern. Heute sagt er ganz offen seine konkreten Wünsche, meistens ist das: Geld. Und dieser Wunsch ist so kurz, den braucht man nicht mal aufschreiben.
Für alle anderen, die der Häufigkeit entwischen wollen und dem Weihnachtsmann dennoch schreiben wollen: Bis zum 15.12.2011 werden die Briefe im größten Weihnachtsmannbüro Himmelfort noch beantwortet! Die Adresse:
Quelle: EBay 2011, FAZ 2009, Süddeutsche 2009/2010/2011.


