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Dem Grusel auf der Spur: die Müllers und Halloween.

31. Oct. 2011 von Anke Strunz  

Teelicht- Halloween

„Da draußen, da rollt die Horrorwalze“ betitelte 2002 Die Zeit einen Beitrag zum Thema Halloween. Heute, fast ein Jahrzehnt später scheint das Gruseltreiben am Vorabend zu Allerheiligen als jährliche Verkleidungsarie in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Wirklich? Werfen wir doch mal einen Blick in das Müllersche Wohnzimmer: Finden wir auch dort einen beleuchteten Kürbis und künstliche Spinnenweben?

Wie die meisten Rheinländer (66%Resuma, 2009) finden auch die Müllers Halloween ganz in Ordnung. Ob das an der oft zitierten „Offenheit der Rheinländer“ liegt oder an der thematischen Nähe zum Karneval lässt sich nicht endgültig klären.
Woher der Brauch des sich gruselig Verkleidens kommt, wissen Thomas, Sabine und Jan nicht so genau. Wie 66% der Deutschen würden sie es am ehesten für eine kommerzielle Erfindung des Handels halten (Resuma, 2009). Dabei findet das Fest seinen Ursprung in alten irischen Bräuchen. Ausgewandert nach Amerika, kam das große Spuken erst Anfang der 90er nach Deutschland.

Ob Import oder europäischer Re-Import, der Handel hat Halloween jedenfalls fest ins Herz geschlossen. Mit geschätzten 200 Millionen Umsatz in diesem Jahr (Prognose laut Jan Großmann, Marktjagd) ist das Gruselfest bereits das drittgrößte Saisonalgeschäft nach Weihnachten und Ostern. Vor allem Süßwarenartikler profitieren vom Boom.

Auch Claudia Müller hat neben ein paar herbstlichen Kürbis-Dekorationen viele Süßigkeiten für den 31.10. eingekauft. Neben den obligatorischen salzigen Snacks und der Vollmilchschokolade, die Müllers immer zum Knabbern vorrätig haben, findet sich nun auch eine bunte Auswahl an Bonbons und Täfelchen. Doch die sind primär nicht für Claudia, Thomas und Jan – sondern für die Kinder, die heute Abend wieder an der Türen klingeln und „Süßes, sonst gibt’s Saures“ rufen.

Bis vor ein paar Jahren ist auch Jan mit Freunden durch die Straßen gezogen. Mit 18 ist er allerdings seiner Meinung nach viel zu alt dafür. Heute freut er sich stattdessen auf die Halloweenparty mit Freunden. Schließlich ist am 1.01. Allerheiligen, ein Feiertag in NRW. Da kann er heut noch mal ordentlich feiern.

Doch warum ist Halloween so erfolgreich? Warum geben die Deutschen 200 Millionen für gruselige Kostüme, Kürbisdeko und Süßigkeiten für ein Fest aus, das hierzulande noch bis vor 20 Jahren völlig unbekannt war? Glaubt man Prof. Gunther Hirschfelder von der Universität Regensburg verbirgt sich dahinter eine gesamt-gesellschaftliche Sehnsucht nach neuen Bräuchen. Der Mensch als soziales Wesen sehnt sich nach festen Ankern im Kalender. Mit dem Verlust christlicher Feiertage und Riten und der fortschreitenden Globalisierung sämtlicher Lebensbereiche erfüllen heute zunehmend Sportevents, Valentinstag oder eben Halloween den Wunsch nach wiederkehrenden und struktur-gebenden Ereignissen. Ein Vorteil von Halloween ist dabei laut Hirschfelder die klare Symbolik des Festes: der pralle Kürbis. Als “Markenzeichen” ist der Kürbis einfach und schnell erfassbar, zudem entspricht die Symbolik der gesellschaftlichen Entwicklung: jahreszeitlich und nicht sakral.

Wir lernen also: Die Müllers sind, wie alle Menschen, Gewohnheitstiere. Sie mögen feste Daten im Kalender, auf die sie sich freuen können. Vor dem Hintergrund ihrer abnehmenden Religiosität kommt ihnen Halloween gang recht: passt zur Jahreszeit, gliedert sich hervorragend in die Feste-freie Zeit zwischen Ostern und Weihnachten ein und bring zudem auch noch eine Menge Spaß!

Wir wünschen den Müllers ein schaurig-schönes Halloween.
Interview mit Prof.Gunther Hirschfelder auf Stern online, 28.10.2011.

Müllers und die Zeitumstellung.

Am Wochenende ist es wieder soweit! Die Uhren werden eine Stunde zurück gestellt von Sommer auf Winterzeit!
Bereits seit den siebziger Jahren findet dieses jährliche Procedere der Zeitumstellung statt. Gegen alle Erwartungen fällt es den Deutschen wie auch den Müllers nicht so schwer sich die richtige Zeitumstellung zu merken. Wie viele Deutsche nutzen sie einen Merkspruch als Eselsbrücke um das richtige Einstellen der Uhren zu erleichtern:
„Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel VOR das Haus (Uhren werden also vorgestellt) und im Herbst wieder daHINTER (Uhr wird wieder zurück gestellt)“.
„Mir macht die Zeitumstellung zu schaffen“
Grundsätzlich sind die Müllers wie 62% der Bundesbürger gegen die Zeitumstellung. Besonders Claudia macht die Zeitumstellung zu schaffen. Wie 31% der Deutschen klagt sie über Nebenerscheinungen der Zeitumstellung. Am morgendlichen Frühstückstisch quälen sie am Sonntag wahrscheinlich wieder Kopfschmerzen und Müdigkeit. Wie 22% der betroffenen Frauen braucht sie ein paar Tage bis sich ihr Biorhythmus wieder an die neue Zeit gewöhnt hat.
Thomas hat es dagegen gut: Er gehört zu den 69% die keine gesundheitlichen Probleme quälen.
Unser Tipp für die Müllers: Sonntagspaziergang statt Ausflug mit dem Auto.
Wie Studien beweisen hat der gestörte Biorhythmus und Müdigkeit einen merklichen Einfluss auf den Straßenverkehr. Es hat sich gezeigt, dass es nach der Zeitumstellung auf Deutschen Straßen besonders oft kracht. Laut ACE wurden 2010 29% mehr Unfälle in den Tagen nach der Zeitumstellung gemessen als in den übrigen Monaten.

Zeitumstellung hin oder her. Nach ca. einer Woche ist der Spuk vorbei. Dann wird sich auch Claudia wie 27% der Deutschen wieder an die neue Zeit gewöhnt haben und alles ist wieder so wie vorher…bis es dann im Frühjahr wieder heißt:
„Wie war das noch, muss die Uhr jetzt vor oder zurück gestellt werden?!“

Quelle:
Statista – Studie zum Thema Zeitumstellung
Emnid – Studie zum Thema Zeitumstellung
Studie der DAK  Krankenversicherung zum Thema Zeitumstellung
ACE – Auto Club Europa
Foto: DPA über www.augsburger-allgemeine.de

Hinter den Kulissen der “Häufigsten Netzwelt”

SPON

Spiegel Online begleitet den Auftakt unserer Häufigsten Netzwelt mit vielen Zusatz- und Hintergrundinformationen. Nachzulesen unter www.spiegel.de

Hinterher weiß man immer mehr. Das Informationsverhalten im Internet

26. Oct. 2011 von Lisa  

Information BLOG

Die Suche nach Information ist die zweihäufigste Aktivität im Netz – nach Kommunikation. Ein Fünftel seiner gesamten Onlinezeit sucht der durchschnittliche Internetnutzer nach irgendetwas.

Wer Internet sagt, muss auch google sagen

Das Synonym für Suche im Internet ist Google. Die Suchmaschine ist mit Abstand (bzw. mit einem Marktanteil von 94%) die beliebteste Suchmaschine und die beliebteste Seite in Deutschland überhaupt. Seit 2004 steht das Verb googeln offiziell im Duden.

Die Statistik, wonach die Mehrheit gerade sucht, sagt viel über aktuelle und künftige Entwicklungen aus. Wenn beispielsweise viel nach Grippesymptomen gesucht wird, ist die nächste Grippewelle nicht mehr weit. Diesen Zusammenhang nutzt das Unternehmen mittlerweile  für ein Grippe-Frühwarnsystem.

Andere Trends erkennt die Suchmaschine genauso zuverlässig. Als im Leipziger Zoo im Februar 2011 ein dickes, schielendes Opossum namens Heidi plötzlich zum Liebling der Netzwelt avancierte, war das Tier beliebter als das gleichnamige (nicht schielende) Topmodel.

Auch Thomas beginnt fast jede Internetsitzung bei google. Früher befragte er seinen Bekannten- und Freundeskreis für Tipps gegen Rückenschmerzen, vertrauenswürdige Autowerkstätten oder einen guten Kinofilm – er googelte also in Menschennetzwerken, wie der Mathematiker Guenther Dueck es sagen würde. Heute googelt er dagegen in echt.

Auch Seiten wie Facebook, Youtube oder Ebay ruft er nicht direkt, sondern über Google auf. In der Google-all-time-favorite-Liste sind diese Suchbegriffe deshalb immer ganz oben. Dieser Befund deckt sich mit der amerikanischen Studie „Google effects on memory“, nach der wir uns tendenziell Dinge nicht mehr so genau merken, wenn wir sie auch googlen können. Statt sich die Information zu merken, merken wir uns eher den Ort, wo wir sie gefunden haben.

Das Suchen klappt also schon gut. Nur das Finden bereitet manchmal noch Probleme. Mehr als 90 Prozent der amerikanischen Internetnutzer kennen die Kombination Strg + F nicht, um damit Texte oder Internetseiten zu durchsuchen. Für Deutschland liegen keine Zahlen vor, doch ist davon auszugehen, dass auch Thomas hilflos durch Seiten scrollt, um die Stelle zu finden, die er eigentlich sucht.

Morgens um acht in Deutschland

Ganz klar: das Internet gewinnt als Informationsquelle ständig an Bedeutung. Die klassischen Medien liegen im Gesamtergebnis zwar immer noch vorne, aber jeder zweite Deutsche nutzt mittlerweile auch das Internet, um auf dem Laufenden zu sein. Dort hält er sich er wiederum auf den Websites der klassischen Medien auf, um sich über das Welt- und Lokalgeschehen zu informieren.
Unter den Inhalten, die im Netz angeguckt werden, sind Nachrichten seit Jahren an oberster Stelle. Auch Thomas beginnt seinen Tag meistens bei einem großen Nachrichtenmagazin. Die täglichen Zugriffe bei Spiegel Online spiegeln dieses Nutzungsverhalten wider: ein Peak ist morgens zwischen acht und Neun Uhr. Ins Büro kommen, Rechner hochfahren, nachsehen, was in der Welt los ist – so sieht die Büroroutine von Millionen von Menschen in Deutschland aus. Die Phase um die Mittagspause herum gehört ebenfalls zu den Spitzenzeiten der Nachrichtenseite.

Sonne, Stau und Heimspiel

Wetter und Verkehr sind nach Nachrichten die zweitwichtigsten Informationen – 46 % der Onliner beschäftigen sich regelmäßig mit Niederschlags- und Stauwahrscheinlichkeit. Danach kommen Freizeitinformationen und Veranstaltungstipps (44 %), Informationen aus Wissenschaft, Forschung, Bildung und an fünfter Stelle Regionalnachrichten.

Erst danach rangieren Themen wie Sport, Kultur und Ratgeberinformationen. Das liegt daran, dass das konkrete Interesse bei Sport und Kultur individuellerer Natur ist und Ratgeber nicht kontinuierlich konsultiert werden.

Rapa Nui, chinesische Mauer und Osterinsel

Wikipedia ist in den letzten zehn Jahren mit 18 Millionen Einträgen in 279 Sprachen vermutlich die größte Wissenssammlung der Menschheitsgeschichte geworden. Sie ist auf Platz sechs der beliebtesten Seiten in Deutschland. Auch der Sohn der Müllers beginnt jedes Referatsrecherche auf der Seite des digitalen Lexikons und findet dort schnell einen Einstieg ins Thema. Schließlich heißt „wiki“ ja auch schnell in der Sprache der hawaiianischen Ureinwohner, wie ein Blick bei wikipedia verrät. Derzeit gibt es Überlegungen, die Seite als erstes digitales Weltkulturerbe schützen zu lassen – die Seite wäre damit in derselben Liga wie die Freiheitsstatue in New York, die chinesische große Mauer oder die Berliner Museumsinsel.

Jenseits des Ladenschlussgesetz: Shopping im Netz

25. Oct. 2011 von Lisa  

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Einkaufen im Internet wird immer selbstverständlicher. Bereits 85% der Nutzer haben mit Online-Shopping Erfahrung und auch Thomas hat sich daran gewöhnt. Seine Altersgruppe der 30 bis 49jährigen macht sogar den größten Anteil unter den Online-Shoppern aus.

Ganz weit vorne sind Bücher und Eintrittskarten für Theater und Konzerte. Aber auch Flüge nehmen zu – 19 Millionen Deutsche haben schon mal online gebucht und immerhin 15 Millionen Prozent hat sich zum Flug auch gleich eine Unterkunft übers Netz organisiert.

Neun Stunden Fernweh

Auch Thomas und Claudia haben sich im Netz ausführlich mit einer Reise beschäftigt. Rund neun Stunden, verteilt auf 13 Webauftritte, sitzt der Mensch mit Fernweh am Computer, bevor er eine Reise bucht. Wenn er überhaupt bucht! Denn im noch zaudert der Deutsche, wenn es um die Online-Buchung organisierter Reisen geht.
Im internationalen Ländervergleich ist Deutschland zwar Reiseweltmeister, bei der Buchung von Pauschalreisen im Netz liegen dagegen andere Nationen vorne. Nur fünfzehn Prozent buchen hierzulande online. In Großbritannien sind es bereits 40 Prozent, in Skandinavien sogar 60 Prozent. Auch Thomas und Claudia sind also letztlich ins Reisebüro ihres Vertrauens gegangen.

Klamotten für Sie, Elektronik für ihn

Dem Klischee entsprechend bestellen Männer mehr Elektronik (32 Prozent Männer, 25 Prozent Frauen), während Frauen bei online gekaufter Kleidung vorne liegen (41 Prozent Frauen, 17 Prozent Männer). Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr für 5,4 Milliarden Dollar Hosen, Hemden & Co. bestellt. Ein Problem sind allerdings noch die Retour-Sendungen: Branchenkenner gehen davon aus, dass die Deutschen fast ein Drittel ihrer Bestellungen wieder zurückschicken – auf Kosten des Empfängers.

Könnt ihr das denn empfehlen?

Wer online einkauft, informiert sich in der Regel auch im Netz, ob das Produkt etwas taugt. Die wichtigste Informationsquelle dazu sind inzwischen die Bewertungen und Kommentare der anderen Nutzer auf Foren und Blogs. Dabei ist es nur ein sehr kleiner Teil der Internetnutzer, der sich an der Bewertung überhaupt beteiligt – 80 Prozent schreiben nie Testberichte, 13 Prozent ganz selten, sechs Prozent ab und zu und nur ein Prozent veröffentlicht wirklich regelmäßig seine Meinung.

An zweiter Stelle kommen Preisvergleiche, Testberichte und erst an letzter Stelle die Seite des Herstellers. Vor vier Jahren lag diese noch ganz oben.

Und was bekommt der Hund?

Noch nicht wirklich durchgesetzt hat sich der Online-Versand von Lebensmitteln. Erst fünf Prozent aller Internetnutzer haben ihren virtuellen Einkaufswagen schon mal durchs Netz geschoben. Das Schlusslicht in der e-commerce-Statistik: Tiernahrung. Nur vier Prozent der Frauchen und Herrchen ordern online.

Thomas und Claudia werden diesen Schnitt nicht nach oben schnellen lassen: sie besitzen gar kein Haustier.

Wir müssen reden. Kommunikation in Deutschlands häufigster Netzwelt

25. Oct. 2011 von Lisa  

Kommunikation

Das Netz mag sich seit seinem Bestehen erstaunlich verändert, beschleunigt und ausgebreitet haben – die beliebtesten Tätigkeiten sind jedoch seit fünfzehn Jahren Kommunikation an erster und Information an zweiter Stelle.

Please Mr. Postman

Ganz oben in der Hitliste steht die gute alte E-Mail, die bereits 1972 von Ray Tomlinson erfunden wurde.
Allerdings ist aufgrund des Siegeszugs sozialer Netzwerke die wöchentliche E-Mail-Kommunikation von 84 Prozent im Jahr 2010 auf etwa 80 Prozent im Jahr 2010 zurückgegangen.

Auch in Thomas Leben spielt die digitale Post eine große Rolle. Er hat zwei Acoounts: einen bei web.de, den er regelmäßig liest und einen zweiten bei der Telekom. Hier ist er jedoch nur sporadisch. Er nutzt das Postfach hauptsächlich für Gewinnspiele, Newsletter und andere weniger wichtige Post. Das beliebteste Newsletterthema in Deutschland sind Informationen von Einzelhandelsketten (40 %), gefolgt von Reiseinfos (31 %) und Stellenangeboten (26 %).
Ein deutscher Nutzer erhält durchschnittlich 29 E-Mails pro Tag. Wie 44 Prozent der Deutschen benutzt er zum Lesen seiner Mails den Browser statt eines Mailprogramms.

Land der Ideen? Nicht bei deutschen Passwörtern

Das bedeutet natürlich auch, dass er sich jedes Mal mit Benutzernamen und Passwort anmelden muss. Angesichts einer Flut von verschiedenen Log-Ins, mit denen mittlerweile jeder Internetnutzer konfrontiert ist, ist die Versuchung groß, sich ein möglichst simples Passwort auszudenken.
In Umfragen rangieren persönliche Varianten ganz oben. Am beliebtesten sind das eigene Geburtsdatum, der Partnername und der Name des Haustiers. Ebenfalls beliebt und – und ähnlich unoriginell – ist die Zahlenreihe 1234567. Kreativer und themenbezogener wird es erst bei Partnerbörsen. Vor ein paar Jahren veröffentlichten Hacker die Passwörter der Mitglieder der Singlecommunity flirtlife.de. Nach der obligatorischen Zahlenreihe kam auf Platz zwei „ficken“, weiter unten „hallo“, „schatz“ und „baby“. Ebenfalls besonders einprägsam: das Passwort „passwort“.

Facebook: Thomas Müller gefällt das.

Wenn Facebook ein Land wäre, wäre es das drittgrößte Land der Erde (nach China und Indien.)
Die meisten Mitglieder hat Facebook– wenig überraschend – in seinem Gründungsland, den USA. Fast die Hälfte der Bevölkerung hat dort ein Profil. Doch wer folgt auf Platz zwei? Mit 35 Millionen Nutzern ist es der südostasiatische Inselstaat Indonesien. Deutschland rangiert derzeit auf Platz elf – hinter Ländern wie der Türkei, Mexiko und den Philippinen.

24 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung ist in Marc Zuckerbergs Netzwerk angemeldet. Allerdings wächst die Zahl der Nutzer rasant. Die Zahl der Mitglieder hat sich binnen eines Jahres verdoppelt. Jetzt ist Facebook das am meisten genutzte soziale Netzwerk in Deutschland. Neben Thomas Müller haben weitere 22 Millionen Deutsche haben dort ein Profil. Zum Vergleich: Die Zahl der Telefonanschlüsse liegt bei 48 Millionen.

Wie die Mehrzahl der Nutzer schaut Thomas fast täglich, was in seinem sozialen Netzwerk passiert. Die meisten Deutschen haben etwa 130 Kontakte, Thomas jedoch etwas weniger.

Neben Facebook nutzt Thomas seit neuestem auch Wer-kennt-wen.de, mittlerweile das zweitbeliebteste soziale Netzwerk in Deutschland. Der Trend geht allerdings eher zu einem – und zwar DEM einen – statt zu vielen Netzwerken. Schließlich lässt sich durch entsprechender Einstellung privates und berufliches mittlerweile auch bei facebook halbwegs trennen. In der Folge ist der „Netzwerker“ Mitglied in 1,8 Communities, im letzten Jahr waren es dagegen noch 2.

Brot und Spiele im Netz

25. Oct. 2011 von Lisa  

Entertainment

Filme, Musik, Spiele – das Unterhaltungsangebot im Netz ist riesig. Genutzt wird es jedoch (noch) vor allem von Jüngeren (14-29 Jahre).

Bewegtbild boomt

Ganz oben in der Beliebtheitsskala liegt Bewegtbild. 68% der Internetnutzer nutzen Bewegtbild  – mit zunehmender Tendenz (2010 noch 65%). Eindeutiger Gewinner dieser Entwicklung ist das Portal Youtube.
Die Seite gibt es erst seit sechs Jahren, doch mittlerweile ist Youtube bereits die zweitgrößte Internetsuchmaschine nach Google (was Google nicht weiter beunruhigen muss, da der Suchmaschinenbetreiber YouTube bereits 2006 für umgerechnet 1,31 Milliarden Euro gekauft hat).

Auch Thomas sucht dort regelmäßig nach Liedern, Filmtrailern oder lässt sich von Kollegen mit lustigen Filmchen ablenken. Neben Musik- sind auch Kinder- und Tier-Videos nach wie vor extrem beliebt. Eines der am häufigsten angesehenen Videos weltweit geht so: Der kleine Charlie beißt seinen Bruder in den Finger. Es wurde bereits 374 Millionen mal aufgerufen.

Nicht nur die Nutzerzahlen wachsen kontinuierlich, auch die Menge des hochgeladenen Bildmaterials: Jede Minute kommen zwei Tage Videomaterial dazu. Das schlägt sich auch im Datenvolumen nieder. Laut Cisco Visual Networking Index (VNI) machen Online Videos 2010 bereits 26% des gesamten Datenvolumens aus und haben damit sogar das Filesharing überholt.

Neben Youtube wird auch zunehmend das Fernsehprogramm über Mediatheken online angeguckt. Dieser Trend ist allerdings bisher erst bei Jan Müller angekommen ist, nicht bei seinem Vater.

Online-Spiele

Gut, mal eine klassische Partie Poker oder auch die Organisation einer Kicktipp-Runde – aber ansonsten interessiert sich Thomas nicht besonders für Spiele im Internet. Ganz anders dagegen Sohn Jan, der mit seinen 18 Jahren genau in die Altersgruppe fällt, in der sich das Gros der 9,9 Millionen deutschen Online-Spieler tummelt.

Porno

Thomas guckt sich ab und zu heimlich Pornos im Netz an und zwar bei YouPorn. Die Seite ist die beliebteste in Deutschland – sie liegt im Gesamtranking auf Platz 30 – noch vor der Deutschen Bahn oder RTL. Als fortschrittlicher User weiß Thomas immerhin, wie man den Verlauf löscht. Claudia kennt sich mit so was dagegen noch nicht so aus.