Weihnachten bei den Müllers.

Besinnliche Adventszeit.

Weihnachten steht bei den Müllers unmerklich vor der Tür. Überall wo Claudia, Thomas und Jan hinschauen, beginnen die ersten Vorbereitungen auf die stimmungsvolle und gemütliche Jahreszeit.

Besonders Claudia freut sich auf den familiären Höhepunkt des Jahres, aber auch Thomas schätzt die gemütliche Zeit im Kreise seiner Lieben und die festliche Atmosphäre auf den Straßen von Köln.
 Vor allem der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt macht Claudia und Thomas Spaß und wird als Gelegenheit genutzt, mit Freunden zusammen zu sein.

Weihnachten hält Einzug.

Schon heute sieht es im Wohnzimmer der Müllers festlich aus. Claudia hat noch rechtzeitig vor dem ersten Advent einen schönen Adventskranz besorgt: Klassisch gehalten mit weißen Kerzen und roten Schleifen. Besorgt hat sie ihn in einem Blumenfachgeschäft.
 Auch das Fenster wird mit einem klassischen weißem Lichterdreieck dekoriert, das bereits die letzten Jahre zum Einsatz gekommen ist. Abgerundet wird das Ganze durch die vorweihnachtliche Pflanze Nr.1, den roten Weihnachtsstern, und vielen kleinen Deko-Artikeln, die Claudia liebevoll arrangiert hat. Den obligatorischen Adventskalender gibt es auch bei den Müllers, er hängt in der Küche.
Zu jedem Adventssonntag – aber nicht nur – werden die Müllers gemütlich zusammensitzen und Weihnachtsgebäck wie Printen, Lebkuchen und Kekse essen. Am ersten Adventsonntag hat Claudia letztere selbst gebacken und verziert, wie sie es schon seit Jahren macht. Im Schrank stehen neben den selbstgebackenen auch die gekauften Weihnachtskekse von „Comtessa“ und „Akora Lebkuchenherzen Vollmilch“ von Bahlsen. Die weihnachtliche Völlerei hat bereits begonnen, wird aber nicht so schlimm enden, wie oft befürchtet: Entgegen der Sorgen von Claudia werden die Naschereien am Ende des Jahres gerade mal mit 370g Mehrgewicht auf der Waage vermerkt werden.

Geben ist seliger denn nehmen.

Auch wenn Geschenke erst auf Rang drei der Prioritätenliste stehen, verursachen sie doch den meisten Stress. Claudia und Thomas finden die Kaufhäuser viel zu voll, sodass sie den Einkauf eigentlich nicht genießen können. Daran führt jedoch kein Weg vorbei.
 Gefühlt ist auch alles wieder teurer geworden: Irgendwie sind die Müllers dann doch der Meinung, sie hätten dieses Jahr weniger Geld zur Verfügung. Allerdings werden deshalb nicht zwangsläufig sparsamer damit umgehen. In absoluten Zahlen werden die Weihnachtsausgaben im Schnitt insgesamt 435 Euro betragen. Davon werden insgesamt 287 Euro in Geschenke investiert, während der Rest für Essen und Accessoires ausgegeben wird. Erdacht und gekauft werden die Geschenke meist auf den letzten Drücker.
 Dabei wird Jan von seinen Eltern für rund 80 Euro beschenkt. Ganz oben auf der Wunschliste standen wieder einmal teure Elektronikgeräte wie ein neues Handy und ein eigener PC (siehe Wunschzettel im Wohnzimmer), aber Claudia und Thomas schenken ihrem Sohn wohl “nur”  ein Spiel für seine Nintendo-DS-Konsole (Top-Seller bei Amazon: Need for Speed Carbon) und Fußballschuhe (vom Marktführer Adidas). Damit wird er auch ziemlich zufrieden sein, denn Markenmode und Computerspiele stehen bei Jungs wie Jan nach wie vor hoch im Kurs.
 Von seinen Großeltern und sowie Tante und Onkel gibt es außerdem noch etwas Bargeld, insgesamt hat Jan damit 77€ auf dem Gabentisch liegen.

Während Claudia ihrem Thomas die Wünsche von den Augen ablesen kann, ist es für Thomas etwas schwieriger, die Wünsche seiner Liebsten zu erfüllen. Sie weiß einfach nicht, was sie sich zu Weihnachten wünschen soll, weil sie schon alles hat. Da Thomas nicht so recht weiß, womit er seiner Familie eine Freude machen kann, lässt er sich gerne inspirieren. Meistens von Anregungen oder einem Wunschzettel, oft aber auch durch Gespräche mit Freunden.
 So kommt es auch, dass er Claudia mit dem beliebten Beatles-Album „Love“ zwar eine kleine Freude machen, aber den Nagel nicht genau auf den Kopf treffen wird.
 Claudia wird ihm aber nicht böse sein, zumal sie wie letztes Jahr vereinbart hatten, nicht allzu viel Geld füreinander ausgeben zu wollen. Mit ihrem Geschenk, der DVD „Pirates of the Caribbean“, die ja der Renner ist, liegt sie trotzdem goldrichtig – und hat an Johnny Depp und Orlando Bloom selbst noch was zu schauen. 
Auch Jan macht seinen Eltern eine Freude, indem er seinem Vater das Buch „König Schumi – Sein Leben, seine Siege, seine Tränen“ schenkt, das innerhalb einer Woche in die Bestsellerlisten geschossen ist und ihrem gemeinsamen Idol Michael Schuhmacher huldigt. Seine Mutter bekommt von ihm selbstgebackene Kekse, die er in der Schule gemacht hat.

Bald geht’s los.

Zwar werden schon seit Anfang Dezember die ersten Weihnachtsbäume zum Verkauf angeboten. Doch bis Thomas selbst zuschlägt, vergeht noch eine Weile. Erst kurz nach dem dritten Advent wird er sich darum kümmern. Claudia hat zwar immer wieder Sorge, dass die schönen Exemplare dann schon weg sind. Aber andererseits: Wo soll der Baum auch die ganze Zeit rumstehen? Der Baum würde in der gemütlich hergerichteten Wohnung nur stören.
 Wenn es soweit ist, wird sich Thomas für eine Nordmann-Tanne entscheiden, die gute 1,60 Meter misst und rund 20 Euro kostet.
 Die Dekoration wird dann wieder hauptsächlich bei Claudia liegen. Wie im Jahr zuvor wird der Baum am 23.12. zusammen mit Jan mit Kugeln und Glasschmuck, sowie einer Lichterkette geschmückt. Letztere hat schon vor einer Weile die traditionellen Kerzen abgelöst, weil sie sicherer und schneller aufzuhängen ist und praktischerweise wiederverwendet werden kann.

Die Festtage im größeren Kreis der Familie.

Weihnachten im Kreise der Familie zu verbringen bedeutet für die Müllers auch, Jans Großeltern zu besuchen. Das geht vor allem auf Claudias Initiative zurück. So werden an den beiden Feiertagen erst Claudias und dann Thomas Eltern besucht.
 Heiligabend selbst verbringen die Müllers zu dritt im weihnachtlichen Wohnzimmer. Gesungen wird dabei nicht, dafür stehen vormittags Filmklassiker wie z.B. „Kevin alleine in New York“ hoch im Kurs.
 Am Nachmittag gehen die Müllers in den weihnachtlichen Gottesdienst. Dabei ist es weniger die religiöse Verbundenheit als die Pflege einer schönen Tradition, die sie in die Kirche treibt.
 Abends wird es ganz unspektakuläre Hausmannskost geben: Mit Kartoffelsalat und Würstchen waren Claudias Männer im letzten Jahr total zufrieden – und aufwendige Kost wartet sowieso bei den Großeltern auf sie.
 Die Stimmung wird dabei gemütlich und friedlich sein, streiten an Weihnachten will doch keiner.

müllers_weihnachten

Quellen: Chrismon 2006, Focus 12/06, www.kerzenguete.com, Fachverband deutscher Floristen, www.gesundheit.de, Deloitte, W&V CIA Studie, W&V Kids VA2006, http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/nachrichten/umfrage-weihnachten/80701.asp, Spiegel Online, Hamburger Gartencenter und Baumschulen, Hauptverband der deutschen Holzindustrie, Käthe Wohlfahrt 12/04.

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